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CDU gewinnt an Sitzen im Weiskircher Gemeinderat hinzu, FWG stürzt ab

Wie sieht der Weiskircher Rat künftig aus? : Freie Wähler büßen drei von fünf Sitzen ein

In Weiskirchen wird die CDU wieder klar stärkste Kraft bei der Wahl zum Gemeinderat. Eine Koalition mit der FDP ist möglich.

Die Freie Wähler-Gemeinschaft (FWG) ist der großer Verlierer der Gemeinderatswahl am Sonntag in der Hochwald-Kurgemeinde Weiskirchen: Die FWG sackte um mehr als zehn Prozent ab und kam auf nur noch 9,5 Prozent der Wählerstimmen. Damit verlieren die Freien Wähler gleich drei ihrer fünf Sitze im Gemeinderat. Neu in den Rat einziehen kann die AfD, die erstmals in Weiskirchen angetreten war und auf Anhieb 7,3 Prozent schaffte – das bedeutet zwei Sitze im künftigen Gemeinderat. Weiter mit einem Sitz vertreten bleibt dort die FDP, die zwar prozentual leicht verlor (minus 0,5 Prozent), aber mit 3,8 Prozent dennoch den Wiedereinzug in der Rat schaffte. Das gilt auch für die Linkspartei. Sie schrumpft um 0,9 Prozent auf jetzt 3,4 Prozent, hält aber den einen Ratssitz, den sie bislang bereits hatte. Von den kleineren Fraktionen im Rat verbessert sich die Grün-Alternative Liste (GAL) um 2,2 Prozent auf jetzt 7,9 Prozent und sichert sich einen zweiten Sitz. Damit sind FWG und GAL nun nach der Anzahl der Sitze gleichauf.

Auf Seiten der beiden großen Parteien dürfte insbesondere die CDU zufrieden sein: Sie gewinnt in ihrer Hochburg deutlich hinzu, und zwar um 5,6 auf jetzt 44,5 Prozent. Damit steigern sich die Christdemokraten von elf auf 13 Sitze in dem 27 Köpfe zählenden Gemeinderat und hätten nun die Möglichkeit, mit der FDP eine Koalition mit knapper absoluter Mehrheit zu bilden. Die SPD kann sich zwar leicht um 0,4 Prozent auf 23,65 Prozent verbessern, muss aber wegen einer höheren Wahlbeteiligung dennoch einen Sitz abgeben und ist künftig noch mit sechs Leuten im Rat vertreten.

65,2 Prozent der 5266 Wahlberechtigten in der Kurgemeinde haben am Sonntag ihre Stimme abgegeben, das entspricht einer Steigerung von 4,8 Prozent.

Die stärksten Zuwächse in absoluten Zahlen verbucht die CDU, die sich um 302 Stimmen steigert und jetzt bei 1498 rangiert. Aus dem Stand heraus kann die AfD 245 Stimmen für sich verbuchen. Die GAL legt um 92 auf 267 Stimmen zu, während für die FDP vier Wähler weniger votierten als noch 2014, sie erreicht 128 Stimmen.

Die SPD holt zwar 86 Stimmen mehr als bei der letzten Kommunalwahl, wegen der höheren Wahlbeteiligung wird daraus jedoch ein prozentuales Minus. Insgesamt stehen die Sozialdemokraten bei 791 Wählern. Mit 18 Stimmen weniger als noch 2014 muss die Linke klarkommen, dennoch reicht das Gesamtresultat von 116 Wählern für einen Platz im Gemeinderat.