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Blut spenden bedeutet Leben retten

Weiskirchen. Der Ortsverein Weiskirchen des Deutschen Roten Kreuzes bedankte sich bei den Mehrfachspendern. Siegbert Hewer brachte es auf 125 Spenden und freut sich auf den nächsten Termin in der Hochwaldhalle. Erich Brücker

Guter Brauch beim Ortsverein Weiskirchen des Deutschen Roten Kreuzes ist es, sich einmal jährlich bei seinen zahlreichen Mehrfachspendern zu bedanken. Bei Kaffee und Kuchen begrüßte hierzu die Vorsitzende Marita Heinz gleich 20 treue Blutspender im Vereinsheim des DRK. Ihr Dank, Lob, Respekt und Anerkennung galt diesen Spendern für ihr freiwilliges Engagement. Heinz begrüßte ebenso die 1. Beigeordnete der Gemeind,Helma Kuhn-Theis, die zusammen mit dem Blutspende-Beauftragten der Kurgemeinde ,Peter Kleinmann, die Ehrung durchführte.

Spender sind Vorbilder


Kuhn-Theis bedauerte, dass die Bereitschaft, Blut zu spenden, rückläufig sei. "Ihr Engagement bedeutet Menschenrettung. Sie sind Vorbilder in unserer Gesellschaft, tun für die Mitmenschen ganz geräuschlos Gutes", lobte die Beigeordnete. Sie bat die freiwilligen Blutspender darum, weiterhin bei der Stange zu bleiben und im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis Werbung für die gute Sache zu machen. Sie bescheinigte auch der Saarbrücker Zeitung mit der Berichterstattung über die Blutspendeaktionen ein ordentlicher Werber und Multiplikator für die gute Sache zu sein. Zu den Gratulanten gehörte auch Christoph Ernwein, der Referent der Blutspendezentrale Bad Kreuznach. "Mit einer Blutspende können drei Menschenleben gerettet werden", klärte Ernwein auf. Die Blutkonserven werden in rote Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen aufgeteilt, so dass jeder Patient das erhält, was er auch benötigt. Auch zur eigenen Gesundheitsvorsorge wird die Blutspende herangezogen. "Rund 80 Prozent der Saarländer befürworten eine Blutspende, aber nur rund drei Prozent sind Blutspender", merkte Ernwein an.

Schon 75 Jahre alt ist Siegbert Hewer. Er kommt schon seit 1975, also schon stolze 40 Jahre zum Aderlass nach Weiskirchen . Der rüstige Rentner wurde für 125 Blutspenden geehrt. Er war damals Mitglied im DRK-Ortsverein, von daher nahezu eine Selbstverständlichkeit, neben der Vereinsarbeit als Rotkreuzler Blut zu spenden. Aus Überzeugung anderen Menschen zu helfen, ist immer noch seine Devise. "Mit geht es gesundheitlich so gut, ich könnte immer einen Liter spenden, es ist nämlich genug davon da", freut er sich schon jetzt auf die nächste Spendemöglichkeit, die am 27. März in der Hochwaldhalle in Weiskirchen ist.

Schon knapp 50 Jahre kommt Peter Kerl zur Blutspende. Der naturverbundene Rentner , der in der Kurgemeinde eine Greifvogel-Auffangstation betreibt und sich im Naturschutz engagiert, ist 74 Jahre alt. "Der Wechseldienst bei meinem damaligen Arbeitgeber Deutsche Bundesbahn hat nicht mehr Spenden zugelassen", sagte Kerl, der für 100 Aderlässe geehrt wurde. Schon 43 Jahre im DRK-Ortsverein engagiert ist Marita Heinz. Seit drei Jahren ist sie Vereinsvorsitzende, war zuvor über zehn Jahre zweite Vorsitzende. Auch sie wurde für 100 Blutspenden ausgezeichnet. Und solange die Gesundheit es noch zulässt bleibt das Trio bei der Stange, versicherten es unisono.

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AUF EINEN BLICKUnter dem Motto "Darauf dürfen Sie stolz sein" wurden weitere treue Blutspenderinnen und Spender mit Geschenken, Ehrenurkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet. 75 Blutspenden : Hans Peter Kiefer, Hans Peter Bach, Manfred Rimbach , Achim Bernardy, Georg Luy; 50 Blutspenden : Leo Amendola, Horst Bettinger, Dietmar Krämer, Maria Göttert, Rolf Klicker, Monika Kuhn; 25 Blutspenden : Rita Herrmann, Hubert Bauer, Carsten Becker, Arno Gaspers, Christoph Reinert und Alfred Weyand. eb