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Beratung in internationaler Videokonferenz

Beratung in internationaler Videokonferenz

Intensiv arbeitet die Weiskircher Eichenlaubschule derzeit an einem internationalen Projekt zur Nachhaltigkeit. Mit dabei sind weitere Schulen, über ganz Europa verteilt. Zu Weihnachten gab es nun eine kleine Besonderheit.

Internationale Videokonferenz: Für das Nachhaltigkeitsprojekt "EuFuRes" haben sich die Schüler und Vertreter der Eichenlaubschule Weiskirchen per Sykpe mit ihren Partnerschulen in ganz Europa unterhalten. Für das Projekt des Erasmus-Plus-Programms hatten sich die Weiskircher im November schon mit den Partnern aus Luxemburg, Tschechien, Griechenland, Rumänien und der Türkei in Rumänien getroffen. "Wichtig für die Zusammenarbeit ist es, auch zwischen diesen Treffen den Kontakt mit den Partnerschulen zu pflegen und sich gegenseitig über die Projektaktivitäten auszutauschen", sagt Schulleiter Günter Peifer. Unter der Moderation des Schuleiters der Eichenlaubschule fand daher eine gemeinsame Videokonferenz mit allen Partnern statt. Sieben Schulen gleichzeitig online, ob das funktioniert?

"Skype empfiehlt höchstens fünf Teilnehmer bei einem Gruppen-Videoanruf", erläutert Peifer. In den Tagen vor der Konferenz einigte man sich auf ein gemeinsames Zeitfenster von einer Stunde. In Deutschland, Luxemburg und Tschechien von 8.30 bis 9.30, wegen der Zeitverschiebung in Griechenland und Rumänien eine Stunde und in der Türkei zwei Stunden später. Am Tag der Konferenz nahm Peifer zunächst einzeln Verbindung mit jeder Schule auf, um so in aller Ruhe nach dem Fortschritt der Projektarbeit zu fragen. Kurz vor 9 Uhr wurde der Gruppenanruf gestartet.

In das Stimmengewirr von sich herzlich grüßenden Lehrern und übereifrigen Schülern musste der Weiskircher Schulleiter schließlich eingreifen. Er sorgte für Ruhe, und alle hörten auf sein Kommando. "Erste Anweisung war, nur wer spricht hat seine Kamera eingeschaltet, und alle anderen hören und schauen zu", erzählt Pfeifer. "Anders war es unmöglich, zumindest halbwegs Ordnung zu halten." Er rief, wie er berichtet, der Reihe nach die einzelnen Schulen auf, damit sie sich vorstellen und Grüße übermitteln konnten. "Die Grüße fielen sehr unterschiedlich aus", erinnert sich der Schulleiter, "die Luxemburger und Tschechen sangen ‚We wish you a Merry Christmas'. Aus den anderen Ländern hörte man Weihnachtsgedichte und es wurden Plakate mit Weihnachts- und Neujahrsgrüßen hochgehalten." Alles auf Englisch. Die Weiskircher Schüler staunten nicht schlecht darüber, dass ihr Schulleiter, eigentlich Mathe- und Physiklehrer, auch flüssig Englisch sprechen kann, und die Videokonferenz moderierte, als würde er das jeden Tag machen. Mit vielen zu Herzen geformten Händen endete die Videokonferenz. Die Weiskircher Schüler waren sehr beeindruckt von dem, was sie gerade erlebt hatten. Moritz aus der Klasse 7a stellte abschließend fest: "Das war ja mal spannend. Sowas habe ich noch nie erlebt."

www.eufures.eu

www.eichenlaubschule.de

Zum Thema:

 Die Weiskircher sind online.
Die Weiskircher sind online.

Hintergrund Erasmus-Plus ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. "EuFuRes - My Europe, my Future, my Responsibility - Energy and Sustainability" (Mein Europa, meine Zukunft, meine Verantwortung - Energie und Nachhaltigkeit ) ist ein von der EU gefördertes Partnerschaftsprojekt zwischen Schulen aus Luxemburg, Tschechien, Griechenland, Rumänien und der Türkei. Für die Partnerschaft arbeiten die Schulen zwei Jahre zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren zusammen. Koordinierende Schule bei dem Projekt ist das Schoulzentrum Irpeldeng aus Luxemburg. Ziel ist es, einen Lernzirkel mit verschiedenen Stationen zum Thema "Energie und Nachhaltigkeit " zu entwickeln. Mit dabei sind Schüler der Klassenstufen 6 und 7. Jedes Land ist zuständig für eine Station innerhalb des Lernzirkels. Die Eichenlaubschule hat als Thema "Lebensmittel und Ernährung". Bei den Stationen der Partnerschulen geht es um Mülltrennung und Recycling, Produktion und Übertragung von thermischer Energie sowie Wasser und alternative Energieformen. Entwickelt werden die Stationen zunächst in den Landessprachen. Danach werden sie in die gemeinsame Projektsprache Englisch übersetzt, ausgetauscht, an den Partnerschulen getestet und optimiert. Nach Fertigstellung soll der Lernzirkel auch anderen Schulen verfügbar gemacht werden. mtn