Alltag und Schule aktiv erleben

Weiskirchen. Europas Einwohner sind dazu aufgefordert, sich mit ihrem reichen kulturellen Erbe und den verschiedenen Kulturen zu befassen. Individuelle Schüleraustausche stellen in diesem Zusammenhang eine hervorragende Möglichkeit dar, schon in jungen Jahren eine andere Kultur kennen zu lernen und die Sprache des anderen auch wirklich im Alltag zu sprechen

Weiskirchen. Europas Einwohner sind dazu aufgefordert, sich mit ihrem reichen kulturellen Erbe und den verschiedenen Kulturen zu befassen. Individuelle Schüleraustausche stellen in diesem Zusammenhang eine hervorragende Möglichkeit dar, schon in jungen Jahren eine andere Kultur kennen zu lernen und die Sprache des anderen auch wirklich im Alltag zu sprechen. Schon seit 2003 organisiert das saarländische Kultusministerium gemeinsam mit dem Großherzogtum Luxemburg, der Académie Nancy-Metz, der französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens und Rheinland-Pfalz im Rahmen des interregionalen Robert-Schuman-Programms zweiwöchige individuelle Austausche mit Partnerschülern aus einer der Nachbarregionen. Im Saarland bewarben sich 2007 insgesamt 160 Schülerinnen und Schüler, 158 konnte ein Partnerschüler vermittelt werden. Robert Schuman, ehemaliger Außenminister Frankreichs und gerne "Vater Europas" genannt, lag ein lebhafter Kontakt zwischen Jugendlichen in den Grenzregionen sehr am Herzen. Es war ihm ein Anliegen, dass die Schüler Alltag und Schulleben ihrer Nachbarn hautnah miterleben und so ein Zusammengehörigkeitsgefühl und vielleicht sogar eine Freundschaft entwickeln. Schule nimmt jährlich teilDie Erweiterte Realschule Weiskirchen nimmt jedes Jahr an diesem Austauschprogramm teil. 2008 haben Julia Pitzer, Anna Herrmann, Selina Spanier, Nancy Hemmerling und Marius Laux aus der Klasse 8a teilgenommen und ihre Gäste aus Lothringen vom 21. Oktober bis 2. November bei sich zu Hause aufgenommen. Die jungen Franzosen haben mit ihren Partnern die Schulbank gedrückt und vieles über den deutschen Schulalltag gelernt. Am Nachmittag blieb genug Zeit, an den Freizeitveranstaltungen teilzunehmen und das Vereinsleben kennen zu lernen. Dabei konnten sie mühelos ihre Kenntnisse in Deutsch verbessern. Am 9. November treten die deutschen Schüler den Gegenbesuch an.