200 000 Übernachtungen

Weiskirchen. Mit rund 200 000 Übernachtungen im vergangenen Jahr steht Weiskirchen wieder saarlandweit in der Spitzengruppe. Bürgermeister Werner Hero und Michael Diversy, Geschäftsführer der Hochwaldtouristik, freuen sich über Zuwächse von mehr als 20 Prozent in den beiden vergangenen Jahren

Weiskirchen. Mit rund 200 000 Übernachtungen im vergangenen Jahr steht Weiskirchen wieder saarlandweit in der Spitzengruppe. Bürgermeister Werner Hero und Michael Diversy, Geschäftsführer der Hochwaldtouristik, freuen sich über Zuwächse von mehr als 20 Prozent in den beiden vergangenen Jahren. Vor allem "im freien Tourismus", also bei den Urlaubsgästen, habe es die größten Steigerungen gegeben, verkündet Kurdirektor Diversy stolz. "Wir brauchen neben dem Gesundheitstourismus auch einen neuen Urlaubstourismus", macht Hero deutlich und ergänzt: "Wir sind und bleiben ein Gesundheitsstandort mit hohem Anspruch, aber wir müssen uns auch neuen Gästekreisen zuwenden". Gerade auf diese neuen Zielgruppen hat die kommunale Hochwald-Touristik GmbH erfolgreich gesetzt. Tourismus-Chef Diversy: "Neben vielen anderen Auszeichnungen tragen wir den Titel Premium-Class-Kurort. Hiervon gibt es nur 16 in Deutschland. Damit und mit guten neuen Produkten müssen wir werben, und zwar nicht nur im Gesundheitsmarkt." Weil dieses Prädikat tatsächlich für die höchste Qualitätstufe stehe, nutze Weiskirchen alle Merkmale eines klassischen Kurorts, um damit auch andere Zielgruppen - wie etwa Leute, die das Naturerlebnis suchen - erfolgreich anzusprechen. So kamen laut Diversy Wanderer auf dem Saar-Hunsrück-Steig und den anderen Premiumwegen in der letzen Saison so zahlreich, dass die Übernachtungsquartiere knapp wurden. Daher haben Bürgermeister und Kurdirektor ein gemeinsames Ziel. Die Übernachtungskapazität soll ausgebaut werden. Hero: "Wir haben neue Zielgruppen und mehr Gäste. Dieser positiven Entwicklung müssen wir mit mehr Übernachtungsmöglichkeiten Rechnung tragen." Meinung

Den Erfolg weiter ausbauen

Von SZ-Redakteur Edmund Selzer Wer hätte geglaubt, dass die Übernachtungsquartiere in Weiskirchen einmal knapp würden! Eigentlich eine gute Meldung. Besagt sie doch, dass auch die Kurgemeinde - wie andere Orte im Kreis - vom Wandertourismus profitiert, vom Saar-Hunsrück-Steig und von den Premiumwanderwegen. Ein Erfolg, der sich gezielt ausbauen lässt. Eine erhöhte Nachfrage der Gäste wird manchen Hausherr dazu bewegen, in Ferienwohnungen und Gästezimmer zu investieren - in der heutigen Zeit kein schlechtes zweites Standbein.

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