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Zusätzliche Kosten von 30 000 Euro

Zusätzliche Kosten von 30 000 Euro

Im Zuge der Innenrenovierung der Waderner Pfarrkirche Allerheiligen haben sich weitere notwendige Reparaturen ergeben. Die zusätzlichen Ausgaben hierfür belaufen sich auf etwa 30 000 Euro. Der Pfarrverwaltungsrat Wadern bittet dazu um Spenden. Die Arbeiten selbst verlaufen nach Plan und werden nach Auskunft der Verantwortlichen im Herbst abgeschlossen sein.

Die zurzeit laufenden Renovierungsarbeiten im Innenraum der Pfarrkirche Allerheiligen kommen gut voran. Durch zusätzliche Reparaturen und Erneuerungen sei jedoch der ursprünglich gesetzte Finanzrahmen überschritten worden, heißt es vom Pfarrverwaltungsrat.

So fielen bereits ungeplante, aber notwendige Ausgaben für eine verkehrssichere Treppe im Kirchturm und für die Renovierung des von Vandalen zerstörten Missionskreuzes im Außenbereich der Kirche an. Die Renovierung des mutwillig beschädigten Grabmals von Pastor Matthias Classen auf dem Waderner Friedhof steht noch aus. Von 1814 bis 1834 wirkte er in Wadern und war Erbauer der jetzigen Kirche.

Zudem hat er mit einem erheblichen Teil seines Privatvermögens zum Kirchbau und dessen Ausstattung beigetragen. Mit einer Gedenktafel in der Pietakapelle der Pfarrkirche soll Pastor Classen geehrt werden. Die Kapelle wird durch eine Glastür vom Kirchenraum getrennt, um sie auch für Beichtgespräche zu nutzen.

Für stille Beter soll im Erdgeschoss des Kirchturms ein würdiger Raum entstehen mit der Lourdes-Madonna aus dem Seitengang der Kirche im Mittelpunkt. Hierzu sind Ausgaben für die Installation einer passenden Beleuchtung sowie für Verputz- und Malerarbeiten notwendig. Dagegen wird die Renovierung der Apostelfiguren günstiger als vorgesehen. Dennoch sind eine Säuberung, die Ausbesserung einiger Schäden und ein Neuanstrich erforderlich. Auch die übrigen Statuen in der Kirche bedürfen einer fachmännischen Säuberung und Ausbesserung: die Pieta ebenso wie die heiligen Josef, Laurentius und Sebastianus.

Ganz besonders trifft dies auf das Alabaster-Relief im Taufbrunnen zu. Es ist das älteste Kunstwerk in der Kirche und wurde gegen 1610 in der Werkstatt des Trierer Bildhauers Hans Ruprecht Hoffmann geschaffen. Leider haben sich auch manche Kreuzwegstationen unter dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit gewölbt und müssen neu aufgezogen werden. Diese Arbeiten waren ebenfalls nicht im ursprünglichen Budget vorgesehen.

Auch im Altarraum der Kirche sind Veränderungen geplant. So soll für das Ewige Licht nahe beim Tabernakel eine Wandbefestigung gehängt werden. Die Stele erhält eine passendere Konsole unterhalb des Tabernakels zum Abstellen der Kelche. Die Statuen von Laurentius und Sebastianus werden aus ihren vergitterten Nischen befreit, um sie besser sichtbar zu machen. Eventuell kommen noch Statuen und Bildwerke dazu, die bis in die 70er Jahre in der Kirche zu sehen waren und jetzt im Depot des Stadtmuseums lagern. Für die Herrichtung dieser Kunstwerke mit neuem Sockel und diebstahlsicheren Wandbefestigungen würden weitere Kosten entstehen.

Bei der Reinigung des Marmorbodens zeigte sich, dass einige in den Gängen verlegte Solnhofer Platten gebrochen waren und durch neue ausgetauscht werden mussten. Gleichzeitig wurden die vorderen Bänke zurückgenommen, um dort mehr Freiraum, etwa für Rollstühle, zu schaffen. In diesem Bereich wurde der dunkle Stampfasphalt durch Marmor ersetzt.

Die Raumdecke ist bereits neu gedämmt. Der Innenanstrich und die Herrichtung der Marienkapelle im Turm sind in Ausführung. Alle Arbeiten verlaufen planmäßig und werden im Herbst beendet sein. Bis dahin werden noch dringend Spenden benötigt. Denn die zusätzlichen Kosten von geschätzt etwa 30 000 Euro sind nur zu einem geringen Teil durch Zuschüsse abgedeckt.

Der Pfarrverwaltungsrat von Wadern bittet aus diesem Grund um Überweisungen auf das Renovierungskonto der Pfarrei Wadern IBAN DE31 5935 1040 0196 0154 40. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.

Zum Thema:

 Renovierungsbedürftig: Das Alabaster-Relief im Taufbrunnen wurde 1610 geschaffen.
Renovierungsbedürftig: Das Alabaster-Relief im Taufbrunnen wurde 1610 geschaffen.

Stichwort Trotz der Mehrkosten für die Kirchensanierung wird die vorgesehene Ausstattung der Bänke im vorderen Teil der Kirche mit beheizbaren Sitzpolstern vom Pfarrverwaltungsrat weiter verfolgt. Die für den Elektroanschluss notwendigen Leerrohre wurden bereits verlegt im Rahmen der Sanierung des Fußbodens. Die Elektroarbeiten werden in Kürze folgen. Durch Einsparungen beim Heizölverbrauch soll sich die Investition in wenigen Jahren lohnen. rw