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Zum 90.Geburtstag von Josef Görgen

Zum 90.Geburtstag von Josef Görgen

Heute feiert Josef Görgen in Wedern-Reidelbach seinen 90. Geburtstag. Geboren wurde er am 30. Dezember 1925 in Wadrill, ist aufgewachsen in Grimburg und bis zum sechsten Schuljahr in die dortige Volksschule gegangen.

Es folgten: Gymnasium Hermeskeil, mit 17 Jahren Einberufung zum Wehrdienst, Verwundung, Gefangenschaft, nach dem Krieg Ausbildung im Lehrerseminar Lebach.

Den Lehrerberuf übte er mit viel Hingabe und Verständnis für seine Schüler auf. Seine erste Lehrerstelle war in Großrosseln. Ab 1960 war er auf der Volksschule in Weiskirchen, ab 1967 auch als Rektor, bis zur Pensionierung im Jahre 1989 tätig. "Josef Görgen war einzigartig in seiner pädagogischen Arbeit, partnerschaftlich und freundschaftlich, hat auch mich geprägt", stellt Fredi Dewald aus Steinberg, jetzt Waderner Bürgermeister im Ruhestand, seinem früheren Lehrer ein sehr gutes Zeugnis aus. "Nie verzagt, viel Gottvertrauen gehabt und in Liebe mit meiner Ehefrau Marianne gelebt", nennt Görgen, im Hochwaldraum ein allseits geschätzter Mitbürger, sein Rezept für sein hohes Alter. Geistig ausgesprochen fit, körperlich etwas schwächer geworden, lebt er schon stattliche 63 Jahre mit seiner Gattin zusammen, die er im Juni 1952 heiratete. Das Paar blieb zwar ohne eigene Kinder, aber die beiden Adoptivsöhne Mario und Franco waren ihm nicht nur in jungen Jahren eine große Stütze: Auch heute kann sich der Jubilar auf beide mit ihren Ehefrauen und jeweils zwei Enkeln verlassen.

Im Ortsgeschehen von Wadrill und Reidelbach war Görgen sehr engagiert, wirkte bei der 1000-Jahr-Feier in Wadrill und bei der Herausgabe des Heimatbuches 1983 maßgeblich mit. Sehr gefragt waren bei Vereinsfesten seine humorigen Vorträge. Einige Jahrzehnte ist er Mitglied im Schützenverein und Bürgerverein Reidelbach , ebenso im Fußballclub Wadrill. "Den Lebensabend in Harmonie, Zufriedenheit und Freundschaft mit der Familie, den Nachbarn und Bekannten noch eine schöne Zeit lang genießen können", hat Görgen nur einen Wunsch zu seinem Jubeltag. Das sei mehr wert als alle Geschenke. Und vielleicht sei ihm dann die Eiserne Hochzeit mit seiner Marianne vergönnt.