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SPD1: Zeiten des Umbruchs und Aufbruchs für die Sozialdemokratie

SPD1 : Zeiten des Umbruchs und Aufbruchs für die Sozialdemokratie

() In seinem Rechenschaftsbericht beschränkte sich der alte Vorsitzende Michael Dewald nicht nur auf die zwei Jahre zurückliegende erfolgreiche Parteipolitik in Wadern, sondern nahm die Gelegenheit wahr, sich bei allen Weggefährten und Unterstützern für eine gute, harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit zu danken.

Beim Ehrenvorsitzenden Hans Kasper habe er damals als junger Juso gelernt, was es heißt, sich für Menschen einzusetzen und sich für unsere Heimatregion zu engagieren. Seine Arbeit habe dazu geführt, dass viele stolz gewesen sind, Sozialdemokraten zu sein.

„Mit Hilfe von Alt-Bürgermeister Fredi Dewald ist es mir gelungen, die Waderner SPD aus der Isolation herauszuführen und sie wieder zum geschätzten Gesprächspartner für die anderen politischen Gruppierungen im Stadtrat zu machen“, sagte Dewald. Zuvor habe Fredi als Ortsvorsteher von Steinberg mit seiner Arbeit dem Ortsverein eine gute Grundlage gegeben. Mit Josi Koch, dem ehemaligen Ortsvorsteher von Wadrill, entstand aus politischer Zusammenarbeit jenseits von Altersunterschieden eine herzliche Freundschaft. Das gleiche gelte auch für seinen langjährigsten politischen Wegbegleiter Christoph Trampert (Ortsvorsteher von Steinberg). „Beide langjährigen Ortsvorsteher haben mir immer den Rücken gestärkt, gerade auch dann, wenn es besonders notwendig gewesen war.“ Zur politischen Arbeit sagte Dewald, der eingestand, Fehler gemacht zu haben, dass unter dem Strich mehr richtig als falsch gemacht worden sei. Mit Wehmut nehme er Abschied, sei aber erleichtert, weil diese Konferenz eine des Umbruchs und eine des Aufbruchs für die Sozialdemokraten in Wadern sei. „Viele junge Mitglieder sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Damit ist es uns gelungen, den notwendigen Generationswechsel zu vollziehen und die Grundlage zu schaffen, dass unsere Partei bei der Kommunalwahl 2019 wieder kampagnenfähig ist.“

Die Chance, der Partei ein junges Gesicht zu verleihen, sei eindrucksvoll geglückt. Zum neuen Personal gehören gute Inhalte, um Menschen für die SPD zu begeistern. Er riet, für die Nordsaarlandklinik zu kämpfen, damit die Menschen im Hochwald den gleichen Anspruch auf eine gute Gesundheitsvorsorge haben wie die Menschen im restlichen Saarland. „Kämpft dafür, dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein darf.“ Beitragsfreiheit in Kindergärten, Einrichtung einer ganztägigen Betreuung in den Kindergärten genauso wie in den Grundschulen und den weiterführenden Schulen seien ein Muss. Die SPD stehe auch für eine nachhaltige Energiewende. „Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen, die bei uns gebaut werden, sorgen dafür, dass Cattenom früher vom Netz geht. Für diese Themen lohnt es zu kämpfen“, sagte er.

Sozialdemokratische Politik dürfe nie technokratisch kühl daher kommen. „Sie bedarf eines kühlen Kopfes, sie muss aber auch ein großes Herz und viel Verstand gepaart mit Leib und Seele haben, dazu auch Begeisterung und Mitgefühl ausstrahlen, denn wir dürfen nicht vergessen, dass große Dinge noch nie durch Intelligenz und Argumente allein erreicht wurden“, gab Dewald seinen Nachfolgern mit auf den Weg. Er stünde allen weiter mit Rat und Tat zur Seite, sofern gewünscht.