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Stuff: Zehn Plätze in der „Gudd Stuff“ sind belegt

Stuff : Zehn Plätze in der „Gudd Stuff“ sind belegt

Die Caritas Saar-Hochwald richtete die Tagespflegeeinrichtung mit 15 Plätzen in Wadern ein. Jetzt wurde Einweihung gefeiert.

Der Caritas-Verband Saar-Hochwald hat eine Tagespflegeeinrichtung für 15 Senioren in Wadern eingerichtet. Diese neu gestalteten Räumlichkeiten nennen sich „Gudd Stuff“, gehören zum Einzugsgebiet der Stadt Wadern sowie der Gemeinden Weiskirchen und Losheim am See, und befinden sich im Alten- und Pflegeheim St. Maria, einer Einrichtung der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH. Im Rahmen einer Feierstunde wurde die Tagesstätte „Gudd Stuff“ durch Pastor Stefan Sänger eingeweiht und ihrer Bestimmung offiziell übergeben. Zudem wurden zwischen den Partnern Caritasverband und Marienhaus GmbH zwei Kooperationsverträge als Ausdruck guter Zusammenarbeit unterzeichnet.

Caritas-Direktor Hermann-Josef Niehren konnte zahlreiche Gäste begrüßen. Neben Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich sowie einiger Mitarbeiter und Alexander Schuhler, Geschäftsführer der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH, noch Bürgermeister Jochen Kuttler, Schwester Marianne von der Marienhaus-Stiftung und Einrichtungsleiterin Beate Holzmann. Dazu zahlreiche Mitglieder beider Kooperationspartner, Mitarbeiter der Heimleitung und der Caritas, Mitglieder der Fördervereine sowie bereits erkrankte Senioren und ihre Angehörigen. „Bei der Einrichtung wurde großer Wert auf die Bedürfnisse der älteren Menschen gelegt. Insbesondere den Menschen mit Demenz wurde Rechnung getragen, da der Caritasverband die Betreuung dieser Menschen zu einem Schwerpunkt seiner Tagespflegeinrichtungen gemacht hat“, sagte der Caritas-Direktor. Die Pflege und Betreuung erkrankter Menschen sei für die pflegenden Angehörigen und ihre Familien oft eine große Herausforderung. Nicht selten sind sie Tag und Nacht im Einsatz. Diese Fürsorge erfordere viel Geduld und Kraft und dies nicht selten über Jahre hinweg. Die Angehörigen sind in dieser Situation oft allein und fühlen sich überfordert. Sie benötigen einerseits eine praktische Entlastung und andererseits einen kompetenten Ansprechpartner für ihre Fragen und Probleme. „Mit der Tageseinrichtung ‚Gudd Stuff’ schließt der Caritasverband eine Versorgungslücke im teilstationären Angebot des Hochwaldraumes“, betonte Niehlen. Die bereits getätigte Inanspruchnahme der Einrichtung, denn zehn von 15 Plätzen sind bereits belegt, zeige den großen Bedarf in der Betreuung von älteren Menschen.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich nannte die Tagespflege eine Win-Win-Situation für alle Beteiligte. Kranke Menschen können länger daheim gepflegt, statt frühzeitig einem Heim anvertraut zu werden. Dazu werde sich die Tagepflege zukünftig sicherlich etablieren. Auch für die Kostenträger sei diese stationäre Versorgung von finanzieller Bedeutung. Zudem schafft sie Arbeitsplätze.

„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, die gesundheits- und sozialpflegerische Versorgung der Menschen im Hochwald auszubauen und weiterzuentwickeln. Der Ausbau und die Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung ist für uns als einer der größten kirchlichen Träger stationärer Pflegeeinrichtungen in Deutschland ein besonderes Anliegen“, teilte der Marienhaus-Geschäftsführer mit. Neben der Sozialraumorientierung sind die Kriterien Lebensqualität, Intergenerationen, Multiprofessionalität und Teilhabe von zentraler Bedeutung. Für den Altenhilfestandort St. Maria in Wadern erarbeite man aktuell die Neukonzeption und Ausweitung des Angebotes im stationären Bereich mit speziell pflegerischen Wohn- und Versorgungsangeboten für Demenzkranke, aber auch mit palliativen Schwerpunkten. „Mit der Eröffnung der ‚Gudd Stuff‘ im Hause St. Maria und der damit verbundenen Kooperation mit dem Caritasverband sind wir auf dem richtigen Kurs“, freut sich Schuhler auf eine Vertiefung der Zusammenarbeit. „Es ist gut in diese Richtung zu gehen, vor allem aber auch an diesem Standort. Die Tagespflege ist die richtige Ergänzung für die Arbeit zu Hause“, fand Bürgermeister Jochen Kuttler. Als Partner stehe die Hochwaldstadt gerne zur Verfügung, wenn es um ältere Menschen und ihre Bedürfnisse geht. Mit der Einrichtung einer Seniorenbeauftragten in der Verwaltung und in den Stadtteilen sei ein Anfang gemacht. „Bewahren sie die Leidenschaft für die Menschen, wie es Mutter Rosa getan hat. Ihr Auftrag gilt auch heute noch, sich für alte und kranke einzusetzen“, gab Irmgard Wack vom Förderverein St. Elisabeth Krankenhaus den Verantwortlichen mit auf den Weg. Das Alten- und Pflegeheim ist ein Haus der Stifterin Mutter Rosa.