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Weiter Mittelpunkt des Dorflebens

Weiter Mittelpunkt des Dorflebens

Vor einem Jahr feierte der Waderner Stadtteil Büschfeld das 25-jährige Bestehen der Schlossberghalle – eine Veranstaltungs- und Begegnungsstätte, die weiterhin Mittelpunkt des Dorflebens ist. Sie werde sehr gut genutzt und sei ihr Geld wert, teilt Ortsvorsteher Sven Bey mit.

25 Jahre Schlossberghalle in Büschfeld - vor einem Jahr feierte der Waderner Stadtteil im Kreise einiger Ehrengäste und der Dorfbevölkerung dieses Silberjubiläum. Bürgermeister Fredi Dewald (SPD ) und der damalige Ortsvorsteher Armin Fuchs begrüßten beim Festakt engagierte Mitbürger, die sich für den Bau der Halle eingesetzt hatten.

Der damalige saarländische Finanzminister Hans Kaspar aus Büschfeld und Ortsvorsteher Hans Haben waren treibende Kräfte gewesen. Immerhin hatten sie zehn Jahre lang kämpfen müssen, bis die Halle gebaut werden konnte. "Viel Überzeugungsarbeit musste geleistet werden, bis die Finanzierung durch Land, Kreis und Stadt gesichert war", dankte Dewald in seinem Grußwort den entsprechenden Gremien und Behörden.

Die Grundsteinlegung der Halle, deren Baukosten mit 2,3 Millionen Mark festgeschrieben war, erfolgte 1987. Architekt war Walter Müller . Die erste Veranstaltung war im Mai 1988 die 16. Internationale Volkswanderung des Wandervereins Qualmende Socken. Damit war der Anfang gemacht, es folgten unzählige kulturelle, sportliche und gesellige Veranstaltungen unter dem Hallendach. Die damals gegründete Vereinsgemeinschaft ist Bewirtschafterin der Halle.

"Auch nach dem Fest zum 25-jährigen Bestehen ist unsere Schlossberghalle weiterhin der Mittelpunkt des Dorflebens von Büschfeld ", sagt der heutige Ortsvorsteher Sven Bey. Für die Vereine und Gruppierungen des Ortes ist sie ihr Geld wert gewesen, darüber hinaus eine Art Goldgrube. Denn nach wie vor wird die Halle sehr gut genutzt, zumal die Vereinsgemeinschaft mit einem gemütlichen Schankraum und komplett eingerichteter Küche für die erforderliche Infrastruktur gesorgt hat. Die Vereine erzielen ihren Profit. Die Miete ist durch die Stadt Wadern moderat festgelegt. "Knapp fünfzehn Vereine sind in der Vereinsgemeinschaft Mitglied, und das kostenlos", gibt Kassierer und Hallenwart Klaus Peter Kleser bekannt, der auch den jährlichen Belegungsplan erstellt. Etwa 15 größere Feste und Veranstaltungen finden alljährlich dort statt. Höhepunkt sind natürlich die Veranstaltungen an der Fastnacht mit Kappensitzung und Rosenmontagsumzug des Karnevalsvereins "Der Nawwel der Welt".

Über die Wintermonate von Anfang Oktober bis Ende März ist die Halle tagtäglich mit Trainings- und Spielbetrieb komplett belegt. Auch außerörtliche Vereine mieten inzwischen die Halle für ihre Veranstaltungen an. Seit einigen Jahren geht die Kappensitzung des Karnevalsvereins "Grad see lääds" aus Noswendel über die Bühne.

Die Gewerkschaft IG BCE Mittlerer Hochwald feiert schon seit Jahren ihren Familienabend dort. Vor wenigen Wochen hat der Männergesangverein Nunkirchen anlässlich seines Jubiläums an der Prims gefeiert. Für Anfang nächsten Jahres plan Ortsvorsteher Bey eine Wohltätigkeitsveranstaltung für Kinder, deren Erlös für die Organisation "Make a Wish" bestimmt ist. "Dieser Verein erfüllt Kindern mit einer lebensbedrohlichen Krankheit einen lang ersehnten Wunsch und schenkt ihnen damit Hoffnung, Kraft und Lebensfreude", sagt der Ortsvorsteher.