| 20:52 Uhr

Wadrill
Beste Unterhaltung mit Lokalkolorit

Mit „Eine Braut zu viel“ präsentieren die  Theaterfreunde eine spritzige Verwechslungskomödie. Die Aufführungen sind jedoch schon ausverkauft.
Mit „Eine Braut zu viel“ präsentieren die  Theaterfreunde eine spritzige Verwechslungskomödie. Die Aufführungen sind jedoch schon ausverkauft. FOTO: Erich Brücker
Wadrill. Vor ausverkauftem Haus werden die Wadriller Theaterfreunde diesen Samstag die Premiere ihres neuen Lustspiels feiern.

Nur noch wenige Stunden sind es bis zur Hochzeit von Lena (Kathrin Brücker) und Sascha (Tobias Koch). Aber, dass sich die Verwandtschaft beider Seiten noch gar nicht kennen, sorgt für reichlich Verwirrung. Dann taucht zu allem Überfluss auch noch eine zweite Braut auf. Wenn das mal nicht für Turbulenzen sorgt?  „Eine Braut zu viel“, diese lustige Verwechslungskomödie in drei Akten von Wolfgang Binder präsentieren die Wadriller Theaterfreunde ihrem Publikum in den nächsten Wochen an insgesamt sechs Abenden im Pfarrheim Wadrill – und die Resonanz ist so gewaltig, dass es bereits keine Karten mehr gibt (siehe Infobox).


„Dem Publikum stehen sehr unterhaltsame Aufführungen mit etwas Lokalkolorit bevor“, verspricht Regisseur Manfred Bonertz. Premierenfieber kennen die neun Laiendarsteller wohl nicht. Wenn auch so manch alter Hase von früheren Aufführungen fehlt, so sind die Wadriller Theaterfreunde nicht von Nachwuchssorgen geplagt. „Alljährlich konnten wir neue junge Mitspielerinnen und Mitspieler in unsere Truppe integrieren, die ihr Handwerk ebenso verstehen wie die übrigen alten Hasen“, betont Bonertz, der stets bestens motivierte Darsteller aufbieten kann, egal ob als kauziger Opa, liebestoller Lebemann, kesser Teenager, ausgebuffter Schwerenöter, schlitzohriger Bauer oder unbestechlicher Kriminalist.

Nachdem allen Laienschauspielern ihre auf den Leib zugeschnittene Rolle verteilt waren, wird seit etlichen Wochen nun geprobt, das Bühnenbild wurde gebaut, die Kostüme ausgesucht, Plakate kündigen die Komödie an. Nur noch wenige Tag sind es bis zur Premiere.



Und so geht es in dem Stück weiter: Die fixe Idee ihrer Kinder passte Saschas Vater Gregor, Fleischwarenfabrikant und Landtagsabgeordneter (Günter Ewen), überhaupt nicht in den Kram. Auch Lenas Mutter Christa (Wilma Nickels) fand diese Idee mehr als kindisch. Unmittelbar vor der standesamtlichen Trauung tauchen Olga Krimskowja (Anette Schneider) und ihre Tochter Elena (Manuela Britz) auf, die schriftlich belegen können, dass Sascha vor einiger Zeit Elena ein Heiratsversprechen gegeben hat. Eine peinliche Situation, die noch durch den Umstand gesteigert wird, dass aufgrund der Geheimniskrämerei des Brautpaares nicht jedem die Identität aller Personen geläufig ist. Sascha‘s Patenonkel Robert (Hanne Lohrig), ein Kriminalrat, versucht natürlich mit höchst kriminalistischem Spürsinn Licht ins Dunkel zu bringen, aber stiftet so noch mehr Durcheinander an. Der rasende Reporterin Caroli (Annika Lohrig) vom Hochwälder Tageblatt, die von der Hochzeit berichten möchte, kommt dieses Chaos natürlich gelegen. Doch dann macht die patente Haushälterin Martha (Marie Luise Bonertz) eine überraschende Entdeckung.

Mehr wird nicht verraten. Nur so viel: Die Besucher erwartet eine rasante Geschichte mit Verwechslungen, frechen Dialogen und jeder Menge Humor. Wie es die Theaterbesucher von der Wadriller Theaterbühne erwarten.