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Vor Langeweile drohte fast die Meuterei

Vor Langeweile drohte fast die Meuterei

Vorhang auf, hieß es in der Wadrilltalhalle. Für ihr pfiffiges Musical „Das geheime Leben der Piraten“ ernteten die Schulkinder der Grundschule St. Martin Wadrill viel Applaus beim Publikum. Zwei Aufführungen waren schnell ausverkauft.

Die Geschichte, mit der die Wadriller Grundschulkinder begeisterten, ist schnell erzählt. Auf ihrem Piratenschiff Esmeralda dümpeln Furcht erregende Gesellen durch das Meer, denen jede Gnade fremd zu sein scheint. Aber die Mannschaft des stolzen Schiffes Esmeralda langweilt sich, seit sieben Monaten wurde kein Schiff mehr gekapert, keine Beute mehr gemacht und Käpt'n Danton weiß auch nicht so recht weiter. Vor Langweile droht fast die Meuterei , die jedoch durch das Auftauchen einer Flaschenpost verhindert wird. Der Inhalt, eine Schatzkarte, verspricht ein Abenteuer und singend werden die Segel in Richtung Schatzinsel gesetzt.

Dabei lernt das Publikum auch die Piraten kennen. Diese haben alle ein Geheimnis. So gibt der Kapitän (Theo Brücker) preis, Angst vor der Dunkelheit zu haben, ist sozusagen eine harte Schale mit weichem Kern. Der einäugige Spanier (Felix Vorreiter), der zwar den Durchblick behält, aber die Augenklappe nur deshalb trägt, um gefährlicher auszusehen. Als Einzelhandelskaufmann würde er lieber Joghurt verkaufen. Der kleine Knut (Emma Paulus) konnte das Krokodil mit einem Lied zum Schlafen bringen. Haihappen-Joe (Konstantin Klinger) tanzt gerne, kann nur bis 16 zählen, weil er nur zwei Hände und ein Bein hat, dazu einen Stumpen. Die entführte Prinzessin Filomena (Alina Heckmann) mit ihrer Gouvernante (Paula Gimmler) ist die einzige, die lesen und die Flaschenpost entziffern kann und für die niemand Lösegeld bezahlen möchte. Schließlich kommt Land in Sicht und die Schatzsuche beginnt. Allerdings nicht ohne Schwierigkeiten. Ein Krokodil legt sich in den Weg und Rätsel müssen gelöst werden. Die Piraten ziehen unter Flötenmusik über die Insel und finden schließlich eine große Schatztruhe. Sie erwarten natürlich großen Reichtum, müssen aber erstaunt feststellen, dass der Truhe nur ein Musikproduzent entsteigt, der vollmundig eine große Karriere verspricht.

Alle Charaktere wurden von den Darstellern mit Leidenschaft gespielt, immer wieder gab es Szenenapplaus. So fand denn die Geschichte vom geheimen Leben der Piraten ihr gutes Ende. So schwarz wie ihre Flagge und ihr Hemd, war ihre Seele dennoch nicht. Das Projekt stand unter der Leitung von Musiklehrerin Gertrud Mark. Wochenlang wurde kräftig geprobt, die Lehrerinnen Ute Keil und Stefanie Klein halfen mit, ebenso der tolle Schulchor, die Piratenband der Eltern und die Blockflöten-AG der Schule mit Tanja Hans und Markus Willems. Die Kinder der Freiwilligen Ganztagsschule hatten einen Haifischflossentanz einstudiert, zudem mitgeholfen, die Kulisse und ihr Piratenschiff Esmeralda anzumalen.