Viele Baustellen in Wadern

Wadern · Am Dienstag gab der Waderner Bürgermeister Jochen Kuttler (Pro Hochwald) im Beisein des Ortsvorstehers von Löstertal, Wolfgang Maring, den Startschuss für die Sanierung der Lohbachstraße.

 Bürgermeister Kuttler und Ortsvorsteher Wolfgang Maring (beide Bildmitte) informierten über die Sanierung der Lohbachstraße. Anschließend erläuterte Benjamin Trampert (Fachbereich Bauen, Stadtplanung und Umwelt der Stadt Wadern) die einzelnen Schritte. Foto: Hanns Peter Ebert

Bürgermeister Kuttler und Ortsvorsteher Wolfgang Maring (beide Bildmitte) informierten über die Sanierung der Lohbachstraße. Anschließend erläuterte Benjamin Trampert (Fachbereich Bauen, Stadtplanung und Umwelt der Stadt Wadern) die einzelnen Schritte. Foto: Hanns Peter Ebert

Foto: Hanns Peter Ebert

Die Einwohner im Löstertal kennen den aktuellen Zustand der Straße aus leidvoller Erfahrung. "Die Fahrbahn befindet sich in einem so schlechten Zustand, dass weitere Ausbesserungen keinen Sinn mehr machten", heißt es von Seiten der Stadt. Nun erfolgt eine Grundsanierung: Der gesamte Straßenkörper samt Unterbau wird erneuert. Gleichzeitig wird die Kanalisation saniert. Außerdem werden im gesamten Ausbaubereich die Kanal-Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich erneuert. Die Wasserwerke Wadern werden vereinzelt alte Wasser-Hausanschlüsse erneuern und mehrere Streckenschieber einbauen. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro, wobei der Straßenausbau vom Land zu 75 Prozent gefördert wird.

Die Lohbachstraße wird für die Bauzeit, voraussichtlich zehn Monate, ab der Einmündung Hubertusstraße für den Verkehr voll gesperrt sein. Die Anwohner können die Umfahrung über die Höhenstraße nutzen, wobei hier nach den Worten der Stadt "aufgrund der engen Straße achtsame Fahrweise und gegenseitige Rücksichtnahme geboten ist". Je nach Bauablauf werde es möglich sein, dass die Anwohner bis zum Baustellenbereich an ihre Grundstücke fahren können. Bei größeren Lieferungen (etwa von Baustoffen, Heizöl oder Holz) bittet die Stadtverwaltung die Anwohner, dies mit der Baufirma Klein und Pölcher vor Ort abzustimmen, damit eine entsprechende Anfahrt gewährleistet werden kann.

Doch das ist nicht die einzige große Baumaßnahme, die von der Stadt Wadern derzeit ge-stemmt wird. Noch vor kurzem wurde der Startschuss für die Erweiterung des Gewerbeparks Wadern gegeben. Genau zwei Millionen Euro werden in der Stadt Wadern zu diesem Zweck investiert, wobei 1,39 Millionen Euro aus dem EU-Programm zur Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur stammen, 500 000 Euro stemmt die Stadt für die Realisierung des zweiten Bauabschnitts selbst.

Da die Nachfrage nach gewerblichen Bauflächen in Wadern weiterhin ungebrochen ist, hat sich die Stadtverwaltung entschlossen, den zweiten Abschnitt zu realisieren, um der konkreten Nachfrage ein entsprechendes Angebot gegenüberstellen zu können. Die Stadt wird eine Fläche von rund sechs Hektar zu diesem Zweck erschließen.

Auch im Bereich des Wohnungsbaus tut sich einiges. Die Erschließung des Wohnbaugebiets "Im Newer" in Nunkirchen schreitet voran. Dort werden 48 Baugrundstücke entstehen.

In Wadrill entsteht ein Neubaugebiet. Ein neues Gesetz hat dem Waderner Stadtrat erlaubt, es auszuweisen. "Nach heutiger Planung werden wir etwa 18 Bauplätze mit einer Größe zwischen 600 und 800 Quadratmetern anbieten können", erläutert Bürgermeister Jochen Kuttler. Läuft alles nach Plan, können sich künftige Hausbesitzer im kommenden Jahr um Grundstücke in Wadrill bewerben.

Zum Thema:

Auf einen BlickDie Sanierung der Innenstadt schreitet in Wadern im Rahmen des 2009 erstellten Stadtentwicklungskonzepts ebenfalls voran. Neben vielen kleineren Maßnahmen war die Umgestaltung der Straßenzüge Unterstraße und An der Kirche im Jahr 2014 das bisher größte Projekt. Bisher wurden für die Sanierung der Innenstadt und alle begleitenden Maßnahmen rund 1,6 Millionen Euro verwendet. Allein hätte Wadern dies nicht stemmen können: Eine Zweidrittel-Förderung aus dem Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" hat geholfen. Nun steht der nächste Schritt an, nämlich die Neugestaltung des Montmorillon-Platzes, nachdem vor wenigen Wochen bei der Aufstellung des städtischen Haushaltes 2015/16 der entsprechende Beschluss zur Bereitstellung der Mittel durch den Stadtrat gefasst wurde. Hier ist vornehmlich die Sanierung der Treppen und des Rundweges vorgesehen. In Orts- und Stadtrat sowie in der Aktionsgemeinschaft "Zukunftsfähiges Wadern " werden die Detailplanungen alsbald in Angriff genommen, der Baubeginn soll im Frühjahr 2016 sein. red

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort