Wadern: „Viele Aufgaben an zentraler Stelle erledigt“

Wadern : „Viele Aufgaben an zentraler Stelle erledigt“

Die Stadt Wadern hat in einer Kooperation mit anderen Saar-Kommunen die strengeren Datenschutzrichtlinien erfolgreich umgesetzt.

(red) Zum 25. Mai ist die neue Datenschutzrichtlinie (EU-DSGVO) in Kraft getreten. Dies bedeutet, dass zukünftig noch strengere Richtlinien zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten gelten. Nicht nur Internetriesen wie Google, Facebook und Amazon müssen hier ihre datenschutzrechtliche Verarbeitung von Prozessen prüfen, auch für die Stadt Wadern gelten die Vorschriften. Bereits seit November 2016 gibt es ein Projekt im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit, in dem aktuell 22 saarländische Kommunen kooperieren, um die neuen strengeren Anforderung des Datenschutzgesetzes zum vorgegebenen Zeitpunkt zu erfüllen. Unterstützt werden sie von der Firma ASZ als Büro für Datenschutz, dem Rechtsanwalt Michael Weller sowie dem IT-Unternehmen Krämer IT Solutions, dessen Geschäftsführer Michael Krämer die Idee zu diesem Projekt hatte. „Wir sind besonders stolz darauf, dass wir es geschafft haben, bis zum 25. Mai die wichtigsten Anforderungen in Sachen Datenschutz umzusetzen“, teilt der Waderner Bürgermeister Jochen Kuttler nun mit.

Auch der Initiator des Projektes, Bürgermeister Armin König aus Illingen, zeigt sich sehr zufrieden: „Durch die interkommunale Zusammenarbeit konnten viele Aufgaben, die normalerweise jede Kommune selbst machen muss, gebündelt und an zentraler Stelle erledigt werden. Dies ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man einfach und sinnvoll Ressourcen und Geld durch interkommunale Zusammenarbeit einsparen kann.“ Dies sieht auch der saarländische Innenminister Klaus Bouillon so, der dieses Projekt mit öffentlichen Mitteln gefördert hat, was die Kosten der Kommunen nochmals zusätzlich reduziert hat. Somit können sich nach Mitteilung aus dem Rathaus die Bürger der Stadt Wadern nun sicher sein, dass die verwalteten Daten gemäß den neuen Richtlinien gespeichert und verarbeitet werden sowie gegen den Zugriff Dritter geschützt sind.

In den kommenden Monaten werden sich die behördlichen Datenschutzbeauftragten aller am Projekt teilnehmenden Kommunen  einmal in Monat treffen, die aktuelle Situation analysieren, neue aufgetauchte Fragen und Problemstellungen gemeinsam besprechen und lösen, so dass nach Darstellung von Jochen Kuttler „in einem kontinuierlichen Prozess auch weiter alle den Datenschutz betreffenden Abläufe innerhalb der Stadt Wadern auf dem aktuellen Stand sind“.

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