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Verein „Kultur am Tor“ begleitet die Bildergalerie in Nunkirchen

Ausstellung in Nunkirchen : „Die Farben variieren, die Materialien auch“

Die Malerin erklärt, wie sie zur Malerei kam, wie sie ihre Motive auswählt und warum sie ihre Werke jetzt veröffentlichen will.

Sie scheinen ein fröhlicher Mensch zu sein? In Ihren Bildern kann man eine gewisse Leichtigkeit erkennen, sie strahlen Lebensfreude aus!

LUDWIG Ja, das stimmt! Ich würde mich als lebensbejahend und positiv beschreiben! Bei mir ist das Glas immer halb voll!

Wie kamen Sie zur Malerei?

LUDWIG Beim Besuch bei einer Freundin vor ein paar Jahren hat ein Gemälde bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassenen. Die Farben, der Ausdruck und auch das Motiv, ein Frosch – ich liebe Frösche –, haben mir so gut gefallen, dass ich mir gedacht habe, das versuch‘ ich doch mal nachzumalen, auch weil ich gerade die Zeit hatte, mich da mal intensiver reinzuhängen. Die ersten Versuche waren echt schwierig, ich hatte ja keine Ahnung und bin an die Sache total unbedarft rangegangen. Videos im Internet haben mir dann bei den ersten Schritten bzw. bei meinen ersten Pinselstrichen geholfen. Das hat mich so inspiriert, dass ich mich dann an immer schwierigere und umfassendere Motive gewagt habe. Mit der Zeit bin ich professioneller geworden, habe eigene Techniken entwickelt und so meinen eigenen Stil gefunden.

Wie treffen Sie die Motivauswahl?

LUDWIG Ich habe keine besondere Motivauswahl. Ich male das, was mir gerade so in den Sinn kommt und was mich anspricht. Ich bin nicht auf eine spezielle Richtung festgelegt, male mit Aryl oder fertige Zeichnungen an, gerne dürfen es auch andere Hilfsmittel sein, zum Beispiel die Serviettentechnik…

Welche Techniken verwenden Sie und warum?

LUDWIG Das ist ganz verschieden. Die Farben variieren, die Materialien auch. Oft kommt auch eine Spachtel oder es kommen Folien zum Einsatz. Hier bin ich wirklich sehr experimentierfreudig. Viele Techniken schaue ich mir erst einmal bei YouTube an. Dann versuche ich, sie in meinen Werken umzusetzen. Es bedarf indes keiner allzu großen Phantasie, um sich vorzustellen, dass das nicht immer beim ersten Mal so hinhaut , wie man sich das wünscht. Viele meiner Bilder habe ich mehrfach übermalt. Und zwar so lange, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Zumindest für den Augenblick…

Sie malen ja auch gerne mal Motive nach. Gibt es da eigentlich schon mal Ärger mit den Rechteinhabern oder gar den Malern, die die Originale auf die Leinwand gebracht haben?

LUDWIG Ich muss sagen, dass ich mir da anfangs nie einen Kopf drum gemacht habe, da ja alles für den privaten Bereich bestimmt war. Und wenn man länger malt, wird man auch experimentierfreudiger. Ich konnte jedenfalls so meine Kreativität in die richtige Bahn lenken. Im Vorfeld zur am Sonntag, 2. Februar, 14 Uhr im Forsthof anstehenden Ausstellung habe ich natürlich die Künstler angeschrieben, um ihr Einverständnis einzuholen. Von einer bekam ich gleich Post von ihrem Anwalt… Andere waren da allerdings wesentlich entspannter. Barbara Freundlieb zum Beispiel hat sich sehr darüber gefreut und mir ihr Okay direkt gegeben, so dass ich nun einige ihrer Werke – von mir nachgemalt – präsentieren kann. Dafür schon mal ein herzliches Dankeschön.

Malen hat auch immer etwas mit „sich ausdrücken“ zu tun. Ihre Bilder haben allerdings bisher fast ausschließlich Bekannte, Freunde oder Gäste gesehen. Warum jetzt der Weg zum Publikum?

LUDWIG Auch das war ein Prozess. Gäste auf der Geburtstagsfeier bei uns kamen nicht mehr aus dem Staunen und haben mich, ich sage mal „ermutigt“, meine Werke auch einem breiteren Publikum zu präsentieren. Alleine hätte ich diesen Schritt wohl nie gemacht. Aber jetzt bin ich ganz glücklich, und die Resonanz ist auch absolut positiv.

Die Ausstellung wird vom örtlichen Verein „Kultur am Tor“ begleitet und findet im Forsthof Nunkirchen statt,in einer ungewöhnlichen Kulisse. Warum zeigen Sie Ihre Bilder gerade hier?

LUDWIG Der Forsthof Nunkirchen bietet durch das wunderschöne Ambiente und die Liebe für Details den optimalen Rahmen für diese Vernissage. Ich könnte mir keinen besseren Ort vorstellen, um meine Bilder zu präsentieren. Hier stimmt einfach alles.