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Vater und Sohn als Erfolgsduo

 Christoph Sprenglewski und sein Vater Henryk arbeiten Hand in Hand. Die beiden sind ein eingespieltes Erfolgsduo. Früher brachte Henryk seinem Sohn, der es dann bis in die Saarlandliga schaffte, das Fußballspielen bei. Heute assistiert er ihm als Co-Trainer. Foto: erich Brücker
Christoph Sprenglewski und sein Vater Henryk arbeiten Hand in Hand. Die beiden sind ein eingespieltes Erfolgsduo. Früher brachte Henryk seinem Sohn, der es dann bis in die Saarlandliga schaffte, das Fußballspielen bei. Heute assistiert er ihm als Co-Trainer. Foto: erich Brücker FOTO: erich Brücker
Lockweiler-Krettnich. Zwei Spiele, sechs Punkte, 8:0 Tore. Die Bilanz des SV Lockweiler-Krettnich in der Kreisliga A Hochwald kann sich sehen lassen. Es ist ein Verdienst des neuen Spielertrainers Christoph Sprenglewski. Doch es gibt noch einen „Vater des Erfolgs“. Erich Brücker

Landauf, landab ist es bei Fußballvereinen üblich, dass Vater und Sohn dem gemeinsamen Hobby frönen. Insbesondere im Jugendbereich, wenn der Filius auf Anweisung des Trainer-Papas spielt. Bei den Aktiven ist es dann schon aus vielerlei Gründen seltener. Ganz ungewöhnlich ist es aber, wenn der Ältere auf Anweisung seines Sprösslings im Verein tätig ist. Doch genau diese Konstellation kommt beim SV Lockweiler-Krettnich in der Kreisliga A Hochwald seit Saisonbeginn zum Tragen: Christoph Sprenglewski (29 Jahre) ist der Spielertrainer, sein Vater Henryk (61) assistiert ihm beim Training und an der Außenlinie bei den Spielen. "Mit Christoph konnten wir einen Krettnicher Bub, der seine Wurzeln beim SV Lockweiler hat und der zwischenzeitlich in höherklassigen Mannschaften spielte, für unsere freie Spielertrainerstelle interessieren", sagt Vereinschef Michael Johänntgen stolz.

Eine Herzensangelegenheit


Für Sprenglewski sei das Engagement beim Heimatverein eine Herzensangelegenheit, betont der Vereinschef. Da es aber seine erste Trainerstelle ist und ihm noch etwas Erfahrung fehlt, habe Sprenglewski signalisiert, dass er eine Person seines Vertrauens als verlässlichen Ansprechpartner an der Linie haben möchte. Die Wahl fiel auf Vater Henryk, der ihn als Jugendspieler über nahezu alle Altersklassen als Trainer und Betreuer begleitet hatte. "Diese Konstellation wurde bei allen Beteiligten begeistert aufgenommen", erzählt Johänntgen weiter.

Der Erfolg gibt dem SV Lockweiler-Krettnich Recht. Denn die gemeinsame Arbeit trägt bereits erste Früchte. Der Hochwaldligist ist erfolgreich in die neue Saison gestartet - mit zwei Siegen gegen den SV Bardenbach II und die SG Morscholz/Steinberg (jeweils mit 4:0) sowie einem Pokalerfolg über den FC Ensdorf (4:2). Das erste Spiel beim FC Wadrill II fiel wegen schlechter Witterung aus.

"Die 0:3-Niederlage im Pokal gegen Saarlandligist VfB Dillingen können wir ebenfalls als Erfolg verbuchen", sagt Sprenglewski, der bis zur C-Jugend in seinem Heimatverein aktiv war. Anschließend wechselte er zum SV Hasborn und stieg dort schließlich in die erste Mannschaft auf. Weitere Stationen waren der SC Gresaubach, 1. FC Saarbrücken II, CS Wormeldingen (2. Liga Luxemburg), der SV Illingen und zuletzt der FC Freisen.

"Erfolgreich Fußball spielen", ist Sprenglewskis Maxime. Für ihn heißt das auch, modern zu spielen. Mit Vierer-Abwehrkette und möglichst zwei Sechsern. Das werde derzeit bis zum Umfallen trainiert. Mit Erfolg: Als einziges Team der Liga ist der Tabellendritte Lockweiler-Krettnich noch ohne ein einziges Gegentor.

Mit einem vierten Platz im Vorjahr sowie der Vizemeisterschaft im Jahr davor zählt der A-Ligist aus dem Waderner Stadtteil auch in dieser Saison wieder zum Favoritenkreis, zumal der Kader in der Breite mit fünf Neuzugängen bei nur zwei Abgängen breiter aufgestellt ist. Aber davon will Sprenglewski nichts wissen. "Die junge Mannschaft soll ohne großen Druck erfolgreich Fußball spielen", betont er. Auch an diesem Sonntag um 15 Uhr. Dann ist im Heimspiel der SV Losheim II zu Gast, der mit ebenfalls zwei Siegen in die Saison gestartet ist und in der Tabelle direkt hinter Lockweiler-Krettnich steht. Drei Tage später steht um 19 Uhr die Nachholpartie beim FC Wadrill an.