Und plötzlich unschlagbar

Zwei Jahre nach dem Abstieg kehren die Fußballer des FC Wadrill wieder in die Landesliga zurück. Standesgemäß mit einem 5:0-Erfolg gegen die SG Britten/Hausbach sicherte sich das Team den Bezirksliga-Titel.

Große Feierstimmung am Sonntagnachmittag auf der Rasensportanlage Schützenborn im Waderner Stadtteil Wadrill : Gerade haben die Fußballer des heimischen FC im Meisterschaftsspiel den Tabellensechsten SG Britten/Hausbach mit 5:0 abgeschossen, der Sieg bedeutet gleichzeitig den vorzeitigen Titelgewinn in der Bezirksliga Merzig-Wadern. Klassenleiter Josef Kreis überreicht die Meisterschale des Fußballverbandes unter lautstarkem Jubel an Kapitän Tobias Müller.

Nach 2004 und 2008 ist es bereits die dritte Meisterschaft der Wadriller in diesem Jahrtausend. Gleichzeitig steigen sie zum neuen Spieljahr in die Landesliga West auf, der sie bereits von 1988 bis 2000 angehört haben, damals war dies die zweithöchste Spielklasse im Saarfußball, nunmehr ist es die Nummer drei. Auch in den Spielzeiten 2008 bis 2011 sowie 2012 bis 2014 gehörten die Rot-Weißen der Landesliga West schon mal an.

"Es ist dies der Verdienst aller unserer drei Mannschaften, die sich als eine tolle Gemeinschaft präsentieren", betont Dirk Michels, zweiter Vorsitzender des FCW. "Da passt einfach alles zusammen, vom sportlichen Erfolg über die gute Zusammensetzung der Mannschaften von jungen und alten Spielern bis hin zu einer großartigen Kameradschaft." Bis auf ganz wenige Ausnahmen rekrutieren sich die derzeit 60 aktiven Spieler aus den Stadtteilen Wadrill , Gehweiler und Löstertal. "Nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit dem SV Löstertal vor zwei Jahren und dessen gänzlicher Auflösung als Verein konnten wir auch im Jugendbereich weiter auf viele Spieler aus dem Nachbarort zählen", sagt Michels. Auch im Vorstand hat es mittlerweile einen Umbruch gegeben.

Die Vorrunde brauchten die Spieler und die beiden neuen Spielertrainer Luca Greco und Thomas Warken (kamen vom VfL Primstal) zunächst, um sich näher kennenzulernen. "Die Trainingsbeteiligung war sehr gut. Wir konnten vermitteln, was wir von den Spielern wollten. Von Woche zu Woche wurde es besser", erzählen die Spielertrainer. Die löchrige Abwehr (mit 22 Gegentoren in der Vorrunde) konnte stabilisiert werden, die letzte Niederlage gab es am 14. Spieltag mit 0:3 gegen den SV Mettlach II.

Hilbringen hat keine Chance

Zur Halbzeit belegte die Truppe den zweiten Platz mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer FSV Hilbringen. Dann gaben die Wadriller richtig Gas - es folgten nur noch Dreier. Alle bisherigen elf Spiele der Rückrunde wurden teilweise deutlich gewonnen, darunter waren auch Siege gegen die unmittelbaren Konkurrenten FC Besseringen (2:1) und FSV Hilbringen (5:0). Nur noch zehn Gegentore mussten kassiert werden. "Diese tolle Rückrunde war der Schlüssel zur Meisterschaft", betonte Spielertrainer Luca Greco (20 Tore), der zusammen mit Spielführer Tobias Müller (21) und René Kläser (17) zu den treffsichersten Torschützen zählt.