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Fußball
Über die Kreis-Grenzen hinweg

Mike Bach (hier vorne noch für Hertha Wiesbach am Ball) wird in der neuen Saison Trainer der SG Wadrill-Sitzerath.
Mike Bach (hier vorne noch für Hertha Wiesbach am Ball) wird in der neuen Saison Trainer der SG Wadrill-Sitzerath. FOTO: Dennis Merl
Sitzerath/Wadrill. Die SG Wadrill-Sitzerath kommt: Mitglieder der beiden Clubs gaben am Wochenende grünes Licht für die Spielgemeinschaft. Auch die neuen Trainer stehen bereits fest. Von Philipp Semmler

Die Mitglieder der beiden Fußball-Clubs FC Wadrill (Landesliga West) und FSV Sitzerath (Kreisliga A Nahe) haben auf getrennten Mitgliederversammlungen grünes Licht für die Bildung einer Spielgemeinschaft beider Vereine ab der Saison 2018/19 gegeben.


In Sitzerath votierten am Freitag von 46 anwesenden Mitgliedern 40 für eine SG-Gründung. Vier waren dagegen, zwei enthielten sich. In Wadrill stimmten 67 Mitglieder für eine SG, neun enthielten sich, neun waren dagegen. Nach dem grünen Licht der Mitglieder können beide Clubs jetzt die Gründung einer Spielgemeinschaft beim Verband beantragen

„Diese Entscheidung war notwendig für die Zukunft unseres Vereins“, freute sich Sitzeraths Vorsitzender Heribert Feid nach dem „Ja“ der FSG-Mitglieder. Und auch beim neuen Partner war die Erleichterung über das Votum groß. „Für uns ist die Spielgemeinschaft ein wichtiger Schritt, um den Spielbetrieb mit drei Mannschaften aufrecht zu erhalten“, freute sich Wadrills Geschäftsführer Sport, Dirk Michels.



Für beide Vereine ist eine Spielgemeinschaft kein Neuland. Von 1999 bis 2004 hatte Sitzerath eine Kooperation mit dem FC Kastel. Doch nach fünf Jahren trennten sich die Wege wieder. „Beide Orte waren zu weit voneinander entfernt. Das hat nicht funktioniert“, erklärt Feid. „Unsere Zuschauer sind nicht zu Spielen nach Kastel gefahren, die von dort nicht zu uns.“ Da Wadrill deutlich näher an Sitzerath liegt als Kastel, glaubt Feid, dass der dort beheimatete FC der bessere Partner für seinen Verein ist – auch wenn der Partner in einem Nachbar-Kreis liegt.

Genau wie Kastel hatte auch Wadrill vor einigen Jahren schon einmal eine SG (mit dem SV Löstertal). Diese Zusammenarbeit wurde 2014 wieder beendet.

Die neue Spielgemeinschaft plant, in der kommenden Runde drei Teams ins Rennen zu schicken. In der aktuellen Saison hat Wadrill drei aktive Herren-Mannschaften, Sitzerath eine. Neben der ersten Mannschaft in der Landesliga soll es ab der kommenden Saison eine weitere aufstiegsberechtigte Mannschaft in der Kreisliga A und eine nicht aufstiegsberechtigte in der Kreisliga B geben.

Alle drei sollen nach dem Willen beider Clubs in Spielklassen im Westsaar-Kreis an den Start gehen. Sitzerath spielt bisher im Nordsaar-Kreis. Gut möglich scheint, dass die zweite Mannschaft der SG künftig in der Kreisliga A Hochwald antreten wird. Dort kämpft aktuell der FC Wadrill II um Punkte und Tore.

Auch die Trainerfrage für die neuen Teams der SG ist schon geklärt: Mike Bach (derzeit noch bei den SF Tholey) wird gemeinsam mit Thomas Warken das Landesliga-Team von Wadrill-Sitzerath trainieren. Warken arbeitet als Landesliga-Trainer des FC Wadrill derzeit gemeinsam mit Luca Greco. Der 26-jährige Greco wandert aber am Saisonende zu den SF Güdesweiler ab. Die zweite Mannschaft von Wadrill-Sitzerath wird der derzeitige Spielertrainer des FSV Sitzerath, Tobias Erfurt, übernehmen. Für die dritte Mannschaft wird Marc Schirra (derzeit Betreuer beim FC Wadrill) zuständig sein.

Zwei Drittel ihrer Heimspiele will die SG Wadrill-Sitzerath auf dem Rasenplatz des FC Wadrill austragen, ein Drittel der Begegnungen soll auf dem Kunstrasenplatz in Sitzerath stattfinden. Dabei sollen an einem Heimspieltag alle drei Teams der Spielgemeinschaft am selben Ort antreten.