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Tolle Spiele und eine Traum-Kulisse

Tolle Spiele und eine Traum-Kulisse

Für Fußball-Oberligist SV Morlautern hat sich die weite Anreise nach Wadern gelohnt. Der SV gewann am Mittwochabend das Masters-Qualifikationsturnier des FC Noswendel Wadern. Im Finale siegte das Team aus Rheinland-Pfalz mit 3:1 gegen Saarlandligist Quierschied.

Florian Bicking machte kurz vor Mitternacht den Sack zu. Der Mittelfeldspieler des Fußball-Oberligisten SV Morlautern traf beim Haco-Turnier des FC Noswendel Wadern knapp vier Minuten vor Schluss des Finales nach einem Konter zum 3:1 gegen Saarlandligist Spvgg. Quierschied. Die vom ehemaligen Übungsleiter des FC Noswendel Wadern , Lothar Pesch, trainierte Sportvereinigung konnte durch Torsten Büchel zwar noch auf 2:3 verkürzen, zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Quierschied hofft aufs Masters

"Ich denke, wir haben das Turnier verdient gewonnen, weil wir über die gesamten zwei Tage gesehen den besten Fußball gespielt haben", fand Bicking und strahlte bei der Siegerehrung. Morlautern spielte zum ersten Mal bei dem hochkarätigen Turnier mit - und holte gleich den Titel. Ein Schlüssel zum Erfolg für Morlautern war auch, dass die Mannschaft das torgefährliche Quierschieder Offensiv-Duo Lukas Mittermüller und Mechid Kadrija weitestgehend ausschalten konnte. Beide hatten vor dem Endspiel die gegnerischen Defensivreihen reihenweise durcheinandergewirbelt.

Mittermüller traf am Finaltag neun Mal und wurde damit Torschützenkönig. Kadrija erzielte sieben Treffer, darunter das zwischenzeitliche 1:0 im Endspiel. "Mexhid und ich verstehen uns auf dem Feld super, kennen unsere Laufwege genau, und diese Spielweise passt perfekt in der Halle", erklärte Mittermüller.

Mit Platz zwei bei dem am zweitbesten besetzten Qualifikations-Turnier der Mastersserie war der 20-Jährige nur bedingt zufrieden: "Wenn man so weit kommt, will man auch gewinnen. Deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht."

Doch der Blick auf die Masters-Tabelle tröstete Mittermüller. Durch Rang zwei in Wadern kletterte Quierschied auf Platz drei der Qualifikationswertung. "Wir spielen noch drei Turniere und dürfen weiter vom Masters träumen", freute sich der Offensivakteur.

Quierschied war zuvor auch an der spektakulärsten Partie des Turniers beteiligt: Im Viertelfinale hatte sich der Saarlandligist mit 9:8 nach Verlängerung gegen den von Peter Rubeck trainierten Oberligisten SC Hauenstein durchgesetzt. Mittermüller erzielte neun Sekunden vor Schluss das Siegtor. Nach der regulären Spielzeit hatte es 7:7 gestanden.

Klassentiefstes Team im Viertelfinale war der gastgebende Landesligist Noswendel Wadern . Der durfte sogar lange vom Halbfinaleinzug träumen. Gegen Morlautern führte der FC bis viereinhalb Minuten vor Schluss mit 2:1, zog dann aber doch mit 2:4 den Kürzeren. Danach verlor Vorjahressieger VfL Primstal mit 1:2 gegen die FSG Bous, die sich später durch ein 4:3 gegen Theley Rang drei sicherte.

Bei den Gastgebern zog man nicht nur wegen des guten eigenen sportlichen Abschneidens ein zufriedenes Fazit, sondern auch weil die Halle an allen drei Turniertagen pickepackevoll war. Insgesamt kamen 1800 Zuschauer. "Das ist zwar nicht ganz Rekordbesuch, aber es war einer der Spitzenwerte", freute sich der Sportliche Leiter des FC Noswendel Wadern , Franz-Josef Görgen.