Tipps zum Vorbeugen von Wildunfällen

Wadern : Polizei warnt vor Wildtieren auf den Straßen im Grünen Kreis

Die Zahl der Wildunfälle ist, nach Angaben der Polizeiinspektion Nordsaarland seit einiger Zeit deutlich gestiegen. Diese häufen sich besonders in den frühen Morgenstunden. Gerade Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen können hierbei als besonders gefährlich eingestuft werden, da hier regelmäßig mit Wildwechsel zu rechnen sei.

Denn zu den Feldern zieht es die Tiere zur Nahrungsaufnahme, bevor sie im Anschluss wieder Unterschlupf im Wald suchen. Die Polizei rät in diesen Bereichen, die Geschwindigkeit zu verringern und Abstände einzuhalten. Generell sollten Fahrer stets bremsbereit sein.

Falls es doch zu einem Aufprall kommen sollte, empfiehlt die Polizei, dass ein kontrollierter Zusammenstoß immer einem unkontrollierten Ausweichmanöver zu bevorzugen sei. Hierzu soll das Lenkrad festgehalten und eine Vollbremsung vollzogen werden. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass man in den Gegenverkehr gerät.

Es sei ebenfalls wichtig auf Nachzügler beim Wildwechsel zu achten, denn ein Tier überquere nur selten alleine die Fahrbahn.

Prinzipiell sollte davon abgesehen werden, ein verletztes Tier zu berühren oder gar einzufangen. Die lebenden Tiere sollten immer in Ruhe gelassen werden, da sie Krankheiten übertragen können und gegebenenfalls ein erhebliches Aggressionspotenzial darstellen.

Zudem ist es untersagt Wild mitzunehmen. Denn in solchen Fällen mache man sich der Wilderei schuldig.

Sollte es zu einem Wildunfall kommen, muss in jeden Fall die zuständige Polizei- oder Forstdienstelle informiert werden. Die Polizeiinspektion Merzig ist hierzu unter der Tel. (0 68 61) 70 40 und der Saarforst Landesbetrieb unter Tel. (06 81) 97 12 01 erreichbar.

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