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Thyssen-Krupp erweitert sein Werk

Thyssen-Krupp erweitert sein Werk

Mit dem Spatenstich leitete Thyssen-Krupp System Engineering am Freitag die Erweiterung seines Werkes in Lockweiler ein. Rund 13 Millionen Euro werden investiert. Das Personal wird um 50 Mitarbeiter aufgestockt.

Mit einem symbolischen Spatenstich hat am Freitag der Auto-Zulieferer Thyssen-Krupp System Engineering in Lockweiler die Erweiterung seines Werkes in Angriff genommen (die SZ berichtete). Für rund 13 Millionen Euro werden eine neue Halle für den Werkzeugbau mit 2100 Quadratmetern Produktionsfläche sowie ein neues Ausbildungszentrum mit 800 Quadratmetern geschaffen. Im Herbst 2016 sollen beide Neubauten eingeweiht werden. Zudem soll die Mitarbeiterschaft um 50 auf 950 aufgestockt werden. Aus diesem Anlass begrüßte Josef Görgen, Divisionsleiter Forming Dies, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler neben einigen Mitgliedern von Geschäftsführung und Betriebsrat, vielen Mitarbeitern und Auszubildenden. "Der Standort Lockweiler hat ein solides Fundament an qualifizierten Mitarbeitern, und damit haben sich die Mitarbeiter auch die Stärkung des Standortes mit diesen Erweiterungen erarbeitet", begründete Bernd Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung, diese hohe Investitionen, die zudem zentraler Bestandteil der weltweiten Wachstumsstrategie des Unternehmens sind. Von jeher lege man Wert auf eine hochwertige Ausbildung, weil qualifizierte Mitarbeiter die Grundlage des Erfolges für sein Unternehmen seien.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer dankte für die Investitionen. "Diese sind Ausdruck des Vertrauens in die Hochwaldregion und ins Saarland, mit denen die Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen einhergeht sowie bessere Lehr- und Lernbedingungen für die Auszubildenden geschaffen werden."

Bürgermeister Kuttler nannte Wadern einen ordentlichen Bildungs- und Industriestandort, wo viel geleistet und dem mit diesen Investitionen in beiden Metiers Rechnung getragen werde. "Unsere Hochwaldstadt erfährt mit dieser Erweiterung eine tolle Aufwertung", zeigte sich der Verwaltungschef sichtlich zufrieden und gab der Hoffnung Ausdruck, dass man im übrigen Saarland Notiz davon nehme, dass auch im Hochwald gute Ausbildungs- und Arbeitsplätze angeboten werden können.

Das neue Ausbildungszentrum wird errichtet, um die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen und die Ausstattung weiter zu verbessern. In der bestehenden Ausbildungswerkstatt am Standort Lockweiler werden derzeit 75 Auszubildende für die industriellen Metallberufe sowie Technische Produktdesigner und Studenten des Dualen Studiums in den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik geschult.

Künftig kann noch mehr jungen Menschen eine hochqualifizierte Ausbildung in der Hochwaldregion angeboten werden. Seit 1961 haben in Lockweiler 861 gewerbliche Lehrlinge, 168 technische Zeichner und Kaufleute sowie 80 BA-Studenten ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Hinzu kommen pro Jahr zahlreiche Praktikanten von Schulen und Hochschulen.

Die Qualität der Ausbildung bei System Engineering spiegeln unter anderem viele Landessieger und Platzierungen auf Bundesebene bei "Jugend forscht" wider. Seit mehreren Jahren engagiert sich das Unternehmen auch als Partnerunternehmen bei "Schüler experimentieren".