Theaterspieler zeigen in Wadrilltal „Der Schatz der Grimburg“

Theater in Wadrilltal : Auf Schatzsuche an der Grimburg

Wadriller Theaterfreunde präsentieren an sechs Abenden einen mit viel Lokalkolorit gewürzten Schwank. Premiere ist am Samstag.

Ein kleiner Ort namens Grimbrück, unweit hinter der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz am idyllischen Wadrillbach gelegen, mit einer alten Burgruine Grimburg aus dem Mittelalter. Im Ort heißen etliche Männer Manfred oder abgekürzt Manni, außerdem beginnen mehrere Familiennamen mit Grim. Dazu soll es einen legendären Schatz geben. Mit all diesen Zutaten ist das volkstümliche Theaterstück „Der Schatz der Grimburg“ der Wadriller Theaterspieler gewürzt, das am Samstag seine Premiere hat. An insgesamt sechs Abenden wird die Komödie in drei Akten nach William Miles, von Regisseur Manfred Bonertz mit viel Lokalkolorit verschmolzen, aufgeführt. „Dem Publikum stehen sehr unterhaltsame Aufführungen bevor, die für viel Szenenapplaus und Zuschauerlachen sorgen werden“, verspricht Bonertz.

Premierenfieber kennen die Laiendarsteller nicht. Wenn auch so manch alter Hase von früheren Aufführungen fehlt, so sind die Wadriller Theaterfreunde nicht von Nachwuchssorgen geplagt. „Alljährlich konnten wir neue junge Mitspielerinnen und Mitspieler in unsere Truppe integrieren, die ihr Handwerk ebenso verstehen wie die übrigen Urgesteine“, betont Bonertz, der nach seinen Worten stets bestens motivierte Darsteller aufbieten kann, egal ob als kauziger Opa, liebestoller Lebemann, kesser Teenager, ausgebuffter Schwerenöter, geldsüchtige und geizige Tanten, schlitzohriger Bauer oder unbestechlicher Kriminalist.

Nachdem allen Mitspielern ihre auf den Leib zugeschnittene Rolle verteilt waren, wird seit etlichen Wochen nun fleißig geprobt. Das Bühnenbild wurde gebaut, die Kostüme ausgesucht, Plakate im Ort kündigen die Aufführungen an.

Es geht um den kleinen Ort Grimbrück, dessen einzige Attraktion eine Burg ist, die sich allerdings in einem erbärmlichen Zustand befindet. Nach dem Tod des letzten Grafen konnte als Erbin nur eine entfernt verwandte Großnichte, die mittellose Gräfin Mathilda von Grimburg, eine eher rustikale als feine Dame, ausfindig gemacht werden. Sie ist total pleite, aber wie soll Kapital für den Wiederaufbau beschafft werden? Der verschollener Schätz der Grimburg wäre die Lösung ihres Problems.

Die Bürger von Grimbrück sollen vor 400 Jahren ihre Wertsachen in die Burg gebracht haben, um sie vor Feinden in Sicherheit zu bringen. Aber vielleicht ist das auch nur eine Legende, denn bislang hat niemand diesen Schatz gefunden. Der Wirt Manfred Grimbrück es Dorfkruges glaubt nicht an die Legende, sieht aber dennoch eine Chance, sie zu seinen Gunsten zu nutzen. Ein Schatz, hinter Panzerglas ausgestellt, von dem Niemand je ein Stück in die Hand nehmen konnte, muss ja nicht unbedingt echt sein. Er kann trotzdem viele Gäste ins Dorf und in sein Gasthaus locken. Wirt und Gräfin verbünden sich, um diesen Plan auszuführen. Dabei haben sie allerdings nicht bedacht, dass die Bürger von Grimbrück nach einem ebenfalls sagenumwobenen Testament auch Anspruch auf Anteile an diesem Schatz haben.

Die Komödie „Der Schatz der Grimburg“ der Wadriller Theaterfreunde ist im Pfarrheim zu den folgenden Terminen zu sehen: an den Samstagen, 2., 9. und 23. November, und am Freitag, 22. November, jeweils um 19 Uhr und an den Sonntagen, 3. und 10. November, jeweils um 17 Uhr.

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