1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Wadern

Sturm im Saarland fordert ein Todesopfer

Seniorin aus Wadern : Sturm im Saarland fordert ein Todesopfer

Das Sturmtief Lolita hat im Saarland ein Todesopfer gefordert: Eine 72-jährige Frau aus Wadern verstarb in der Nacht auf Mittwoch. Sie war am Vortag beim Spazieren von herabfallenden Teilen eines Ahornbaums getroffen worden.

Die Polizei teilte am Mittwochmorgen mit, dass die Seniorin im Klinikum auf dem Saarbrücker Winterberg ihren Verletzungen erlegen sei. Sie hatte bei dem schweren Unglück im Waderner Ortsteil Dagstuhl einen Trümmerbruch beider Beine erlitten. Die alarmierten Notärzte waren zunächst davon ausgegangen, dass keine Lebensgefahr besteht.

Starke Windböen hatten in der Straße zum Schloss Dagstuhl einen Ahornbaum so schwer beschädigt, dass die Baumspitze in einer Höhe von ungefähr sieben Meter abbrach. Baumstücke mit einem Durchmesser von etwa 40 Zentimetern krachten auf die Straße und verletzten neben der 72-Jährigen auch ihre Begleiterin schwer.

Die zweite Frau trug einen Fußbruch und eine Platzwunde davon. Die 65-Jährige war nach Polizeiangaben nicht mit dem Rettungshubschrauber Christoph 16 nach Saarbrücken, sondern in ein Krankenhaus nach Trier gebracht worden. Zu ihrem Gesundheitszusatnd machten die Behörden am Mittwoch keine Angaben.

Überall im Saarland hatten Sturmböen am Dienstag Bäume zerstört und Rettungseinsätze ausgelöst. In Völklingen stürzte ein Baum auf das Dach einer Kita, verletzt wurde niemand. In Saarbrücken musste der Verkehr der Saarbahn für mehrere Stunden teilweise unterbrochen werden. Ein Baum war beim Bahnhof Brebach auf die Oberleitung gestürzt. Auch im Stadtteil Malstatt hätte am Vormittag ein abknickender Baum beinahe die Leitung der Saarbahn unterbrochen.

In anderen Teilen von Südwestdeutschland richteten Stürme ebenfalls schwere Schäden an. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur kam am Dienstag in Neuenburg im Hochschwarzwald ein Kranführer zu Tode. Er war von einem Bauteil erschlagen worden, das sich von seiner Maschine gelöst hatte. Möglicherweise seien die Windverhältnisse verantwortlich für den Unfall, teilte die Polizei im Breisgau laut Agentur mit.