Start für Umweltschutzprojekt

Wadern · Kleine Gruppen von Lehrern und Schülern aus Polen, Bulgarien, Slowenien, Italien und Deutschland trafen sich im Rahmen des „Erasmus Plus“-Programms auf Sizilien. Auch das Hochwaldgymnasium war dabei.

 Die europäischen Delegationen verbrachten gemeinsam eine interessante Woche. Foto: Schule

Die europäischen Delegationen verbrachten gemeinsam eine interessante Woche. Foto: Schule

Foto: Schule

Eine Gruppe von Schülern und Lehren des Hochwaldgymnasiums Wadern hat vor Kurzem an einem internationalen Austauschprogramm auf Sizilien teilgenommen. Die Gruppe von drei Lehrern und fünf Schülern traf dort mit Delegationen aus Italien, Bulgarien, Polen und Slowenien zusammen. Der Austausch wurde organisiert von dem "Erasmus Plus"-Programm der EU, das sich in einem Projekt speziell dem Umweltschutz widmet. Das Treffen auf Sizilien bildete den Startschuss für dieses Projekt.

Fahnenmeer und Kuchenbüffet

Als Erstes stand am Montag ein Besuch in Catania, der zweitgrößten Stadt der autonomen Region Sizilien, auf dem Plan. Am zweiten Tag sollten die internationalen Gäste ihre Schulen und Heimatorte präsentieren. Dazu wurden PowerPoint-Präsentationen und kurze Filme gezeigt. Anschließend stellten die Gastmütter ein italienisches Kuchenbüffet bereit, das so manchem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ. Dazu begrüßten die jungen Schüler in der Primary School die Austauschschüler in einem tosenden Fahnenmeer und präsentierten englische und italienische Lieder. Anschließend gab es ein Treffen mit allen Familien und wieder einem typisch italienischen Büffet mit sizilianischen Spezialitäten wie Arancini oder Cannoli.

Ausflug zum Ätna

Der Höhepunkt des Ausflugs folgte in der Mitte der Woche: Die Schüler und Lehrer erklommen den Ätna, das Wahrzeichen Siziliens, den aktivsten und mit rund 3 323 Metern über dem Meeresspiegel auch höchsten Vulkan Europas. Neben dem Naturschutzgebiet konnte auch der Silvestri Krater bewundert werden, eine von fünf erloschenen Vulkanöffnungen, die 1892 während eines sechs Monate langen Vulkanausbruchs entstanden sind. Am Donnerstag besichtigte die Delegation eine Papierfabrik und eine Olivenölproduktion. Dabei stand die Bedeutung nachhaltiger Produkte im Mittelpunkt.

Bei der Rückkehr in der Schule empfing das Schulorchester die Delegation der verschiedenen Länder und erfreute sie mit typischen sizilianischen Liedern und modernen Stücken. Abends feierten die polnischen, bulgarischen, slowenischen, italienischen und deutschen Schüler eine gemeinsame Party in der Aula. Den Abschluss der Reise machte samstags ein Ausflug ins Inselinnere: In Ragusa lernten die Schüler und Lehrer eine Farm kennen, die ihren eigenen Käse herstellt und vertreibt. Beim Mittagessen konnten alle die besonderen Köstlichkeiten wie warmen Ricotta probieren. Danach gab es zuletzt noch eine Besichtigung der mittelalterlichen Stadt Ragusa.

Zum Thema:

HintergrundErasmus Plus ist ein Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Das Programm fasst die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammen. Außerdem können sich durch ErasmusPlus die europäische Schulen miteinander vernetzen und so ganz besondere Austauschprogramme umsetzen. Im Rahmen des Programms werden von 2015 bis 2018 alle teilnehmenden Schulen zwei Mal der Ausrichter eines Treffens in ihrer jeweiligen Heimat sein. Dort werden Firmen vorgestellt, die typische regionale Produkte vertreiben und sich dabei besonders für die Umwelt engagieren. Des Weiteren tauschen sich die Teilnehmer über ihre jeweiligen Schulsysteme aus und planen gemeinsame Aktionen für den Umweltschutz . mtn

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