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Staatssekretär Krämer übergibt 7500 Euro für Waderner Kletterhalle

Wadern : Damit Hobbysportler in Wadern bald hoch hinaus kommen

Das Umweltministerium unterstützt die Kletterhalle der Berg- und Naturfreunde mit über 7600 Euro.

Mit dem Bau einer Kletterhalle durch die Sektion der Berg- und Naturfreunde Hochwald im Deutschen Alpenverein wird für den Hochwaldraum und benachbarte Regionen ein Sport- und Freizeitangebot geschaffen, das nicht nur Hobbykletterern sportliche Anreize bieten, sondern für eine vielfältige Nutzung jedermann zur Verfügung stehen soll.

Dieser Bau soll zudem eine Stätte des Gedankenaustauschs und des gemütlichen Beisammenseins werden. Das knapp 500 000 Euro teure Vorhaben wird vom Wadriller Verein mit dem Deutschen Alpenverein gestemmt. Dessen Verantwortlichen sehen dies als Pilotprojekt, das belegt, dass auch kleinere Vereine mit entsprechendem Umfeld und Einzugsgebiet sowie regionaler oder öffentlicher Unterstützung eine solche Maßnahme schaffen können. Auch der Landkreis Merzig-Wadern, die Stadt Wadern sowie etliche Sponsoren aus Wirtschaft und Gesellschaft leisten einen finanziellen Obolus. Zudem hat das Umweltministerium dazu einen Beitrag aus dem Leader-Programm, von dem auch der Grüne Kreis profitiert, geleistet. Vor wenigen Tagen hat sich Roland Krämer, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, ein Bild vom Baufortschritt der Maßnahme gemacht. Krämer überreichte dem Vorsitzenden Manfred Dillschneider einen Zuwendungsbescheid über 7600 Euro (wir berichteten kurz).

Mit von der Partie waren Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler und zahlreiche Vertreter aus der Kommunalpolitik

„Leader ist ein Instrument, das uns mit Hilfe der EU ermöglicht, die Entwicklung der Regionen zu fördern“, sagte Krämer. „Der bei der Förderung zugrunde gelegte Ansatz eröffnet den Landbewohnern die Chance, ihre Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen, neue Wege zu gehen und auszuprobieren. Das fördert nicht nur bürgerschaftliches Engagement, sondern stärkt das Bewusstsein der Menschen für ihre Heimat“, so der Staatssekretär.

Im Detail soll das Foyer der Kletterhalle mit mehreren Sitzgruppen und einer Theke ausgestattet werden und für Vorträge, Schulungen, Besprechungen und Planungsarbeiten genutzt werden. Ein großes, bodentiefes Glaselement gibt den Blick auf die Sportler frei, die mit viel Geschick die Kletterwand erklimmen.

Wechselnde Ausstellungen sollen Einblicke in das Leben und die Natur im Alpenraum und in der Region geben. „Die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihrer Region gut tut. Leader bringt Bürger, lokale Vertreter, Vereine und Verbände, unterschiedliche Sichtweisen und Projektvorstellungen zusammen. Ideen werden gebündelt, in eine Entwicklungsstrategie gefasst und gemeinsam umgesetzt. So auch hier in Wadern, wo ein neuer und innovativer Ansatz für die Entwicklung des ländlichen Raums entstanden ist“, sagte Krämer.

Dillschneider dankte im Namen seines über 1500 Mitglieder zählenden Vereins für die Zuwendung und stellte die Maßnahme in Holzbauweise, soweit bereits im Baufortschritt erkennbar, und seinen Verein vor. Das Projekt nannte Dillschneider  eine Herkulesaufgabe für den Verein. „Wir sind voll im Zeitplan, aber auch im wirtschaftlichen Rahmen, so dass wir wohl am 1. September die Einweihung zum 20-jährigen Vereinsbestehen feiern können“, sagte der Vorsitzende. In guter Zusammenarbeit mit der Stadt Wadern, insbesondere mit Bürgermeister Jochen Kuttler, sei der richtige Standort gefunden worden – wenn auch einige dicke Bretter bis zum Spatenstich und Baubeginn gebohrt werden mussten.

Verwaltungschef Kuttler lobte das Engagement des Deutschen Alpenvereins, besonders den unermüdlichen Einsatz von Dillschneider. Der Bau der Kletterhalle sei ein wichtiges Element, um das Stadtzentrum von Wadern noch attraktiver zu machen, besonders auch für junge Leute. „Ich bin begeistert vom Zusammenspiel der verschiedenen Akteure, die das anspruchsvolle Projekt ja erst möglich gemacht haben. Die Zusammenarbeit zwischen dem Investor, dem Landkreis Merzig-Wadern und der Stadtverwaltung ist exzellent gewesen. Uns verbindet das gleiche gemeinsame Ziel, eine Attraktion zu schaffen, die weit über die Grenzen der Stadt hinaus Menschen anzieht. Und das wird uns auch gelingen“, sagte Kuttler. Der Förderscheck ist nach seinem Bekunden auch als Aufforderung zu verstehen, jenseits vom Mainstream zukunftsweisende Projekte gerade in ländlichen Regionen voranzutreiben.

Auch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich zeigte sich äußerst zufrieden darüber, dass im Sinne der Jugendarbeit das Projekt von allen Unterstützern durchgezogen wurde. „Die Maßnahme ist sicherlich ein Signal für die Jugend“, sagte sie. Von daher habe auch der Landkreis gerne bei der Realisierung im Rahmen seiner Möglichkeiten mitgeholfen und machbar gemacht.