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HWG-Schüler erlebten einen spannenden Austausch
Spielerisch die Sprachbarrieren gemeistert

In luftiger Höhe entstand dieses Erinnerungsfoto auf dem Baumwipfelpfad an der Saarschleife.
In luftiger Höhe entstand dieses Erinnerungsfoto auf dem Baumwipfelpfad an der Saarschleife. FOTO: Foto: Schule
Wadern. Schüler des Waderner Hochwald-Gymnasiums erlebten einen spannenden Austausch mit Schülern aus Polen.

(tth) Zwei aufregende Wochen erlebten einige Zehntklässler des Hochwald-Gymnasium Wadern (HWG) beim Schüleraustausch mit einer polnischen Schule. Dabei waren die Waderner Schüler zunächst in Polen zu Gast und besuchten unter anderem die Gedenkstätte bei den ehemaligen Konzentrationslagern Auschwitz und Auschwitz-Birkenau sowie die Stadt Krakau. Einige Zeit später trafen die Schüler dann im Saarland aufeinander und fuhren gemeinsam zum Baumwipfelpfad sowie  nach Mainz und Frankfurt.


Zur Vorbereitung auf den Austausch hatte die Projektleiterin Sabine Alff das PolenMobil ans HWG eingeladen. Bei einem vierstündigen Workshop erhielten die 13 Schüler aus der Klassenstufe 10, die sich für den Austausch angemeldet hatten, Einblicke in landeskundliche, kulturelle, historische und politische Besonderheiten des Nachbarlandes.

Beim Besuch in Polen wurden die Waderner Schüler in Ustrzyki Dolne in Empfang genommen und von ihren polnischen Austauschpartnern zum gemeinsamen Essen in eine Pizzeria eingeladen. Auf beiden Seiten gab es „Wiederholer“ vom Vorjahresaustausch. Diese fühlten sich gleich von Beginn an heimisch, da ihnen die gastgebende Familie und die Gegend schon vertraut waren.



Eine Stadtrallye und ein Workshop in englischer Sprache sorgten dafür, dass sich auch die Neulinge schnell näher kamen. Da der Besuch in diesem Jahr noch vor Ende des polnischen Schuljahres stattfand, hatten die deutschen Schüler außerdem zum ersten Mal Gelegenheit, an Unterrichtsstunden in den Klassen ihrer Austauschpartner teilzunehmen.

Die polnischen Projektleiterinnen Agnieszka Roczniak und Danuta Masur hatten für die Woche des Besuchs ein umfang- und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Emotional sehr bewegend war für Schüler wie Lehrer der Besuch der Mahn- und Gedenkstätte auf dem Gelände der ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau. Die Schüler hatten sich zwar auf den Besuch vorbereitet, die Konfrontation vor Ort ging jedoch unter die Haut, zumal die Gästeführerin das Leben und die Geschehnisse in den Lagern sehr anschaulich schilderte. Für die Gästeführerin seien die Führungen, die sie nur hin und wieder macht, immer eine sehr emotionale Angelegenheit, wie sie den Jugendlichen erzählte.

 Dies hat damit zu tun, dass ihr Onkel ein guter Freund des Mannes war, für den Pater Maximilian Kolbe im August 1941 in Auschwitz in den Tod ging. Ein besonderes Erlebnis zum Abschluss des einwöchigen Aufenthaltes in Polen war der Besuch der Stadt Krakau mit Übernachtung am Vorabend des Abreisetages.

Nach den Sommerferien gab es dann in Wadern das Wiedersehen. Die polnischen und deutschen Austauschschülern führten am HWG einen Kunstworkshop durch. In diesem Workshop entwarfen und gestalteten die Schüler gemeinsam ein großes mehrteiliges Bild, das jetzt im Schulflur der polnischen Partnerschule hängt.

Die gemeinsamen Ausflüge führten die Schüler nach Mettlach-Orscholz, zur römischen Villa Borg und nach Trier. Die polnischen Gäste waren begeistert vom neuen Baumwipfelpfad und dem Rundumblick, der sich ihnen vom Aussichtsturm oberhalb der Saarschleife bot. Auf dem Programm standen auch eine Ganztagesfahrt nach Speyer mit Besichtigung des Kaiserdoms und einem geführten Rundgang durch die Altstadt sowie eine eineinhalbtägige Fahrt nach Mainz und Frankfurt zum Abschluss der Besuchswoche. Am Abschlusstag genoss die ganze Gruppe während einer einstündigen Panoramafahrt mit dem Schiff noch einen besonderen Blick auf die Skyline von „Mainhatten“, bevor die Gäste vom Frankfurter Flughafen die Heimreise nach Polen antraten.

Da das umfangreiche Programm während des Besuchs der polnischen Gäste in Wadern ohne Spenden und Zuschüsse nicht möglich gewesen wäre, bedankte sich Projektleiterin Sabine Alff beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk, beim saarländischen Ministerium für Finanzen und Europa, bei der Asko Europa Stiftung, beim Sparkassenverband Saar, bei den Saarland-Spielbanke, beim Ministerium für Bildung und Kultur sowie beim Einkaufszentrum Haco in Wadern.

(tth)