SPD Wadern-Mitte fordert Masterplan Wadern 2030

Wadern : SPD will einen langfristigen „Masterplan“ für die Stadt Wadern

(red) Der SPD-Ortsverein Wadern-Mitte, in dem die Kernstadt sowie die Stadtteile Noswendel und Dagstuhl zusammengefasst sind, macht sich für ein langfristiges Entwicklungskonzept für Wadern stark. Wie aus einer Mitteilung des Ortsvereins hervorgeht, soll demnach in einem „Masterplan Wadern 2030“ ein Konzept entwickelt werden für die Bereiche Arbeiten, Wohnen, Einkaufen, Schulen, Vorschuleinrichtungen sowie medizinische Versorgung.

Die Nachfrage nach Wohnungen beziehungsweise Baugrundstücken sei im Kernort und den umliegenden Stadtteilen sehr hoch, was aus Sicht der SPD „für die Attraktivität des Wohnstandortes spricht“. Hierzu heißt es weiter in der Mitteilung der SPD: „Gerade im Innenstadtbereich besteht Bedarf an zentral gelegenen Wohnungen.“ Es müssten Lösungen zur Deckung dieses Bedarfs gefunden werden.

Dringenden Handlungsbedarf gebe es bei der Sanierung der Grundschule in Lockweiler. „Hierüber beklagen sich zu Recht viele Eltern aus Wadern“, heißt es von der SPD. Weiterhin müsse die Poststraße als zentrale Verkehrsachse „schnellstmöglich“ saniert werden. Auch auf einem anderen Gebiet sehen die Sozialdemokraten Defizite: „Der Stadtpark liegt weiterhin im Dornröschenschlaf“, heißt es in ihrer Mitteilung. Das Gelände des ehemaligen Sägewerkes suche ebenso nach einer Folgenutzung. Hier bringt die SPD Wadern-Mitte ein zentral gelegenes Gesundheitszentrum mit direktem Anschluss an den ÖPNV am Busbahnhof ins Gespräch. Außerdem müsse die Sanierung des Unteren Montmorillon-Platzes zügig in die Wege geleitet werden.

Diese kurzfristigen Maßnahmen seien laut Partei durch langfristige im Sinne eines Masterplans zu ergänzen. Hierbei gehe es nach Mitteilung der SPD um Fragen wie: Wie wird sich die Bevölkerung im Einzugsgebiet der Stadt entwickeln? Wie wird die Altersstruktur in zehn Jahren aussehen? Wie kann der Energiebedarf ökologisch gedeckt werden? Können alle erforderlichen Dienstleistungen für die Bevölkerung vor Ort erbracht werden? Momentan finde ein Kaufkraftabfluss statt, konstatiert die SPD. Um sich als Mittelzentrum gegenüber benachbarten Kommunen zu behaupten, bedürfe es ihren Worten nach einer Investitionsoffensive. Die Mittel, die im Rahmen des Saarlandpaktes in die Kasse der Stadt fließen werden, „müssen vor allem im Stadtkern eingesetzt werden“, fordert der Ortsverband.

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