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Spatenstich am Kletterzentrum Hochwald

Wadern : In Wadern geht es bald ganz hoch hinaus

Läuft es nach Plan, soll die Kletterhalle Ende August eingeweiht werden. Lässt es das Wetter zu, starten die Arbeiten in den nächsten Tagen.

Mit dem offiziellen Spatenstich vor wenigen Tagen für das neue Kletterzentrum der Sektion Berg- und Skifreunde Hochwald im Deutschen Alpenverein ist ein weiterer Meilenstein für das aktive Sportgeschehen in der Hochwaldstadt Wadern gesetzt worden. Die Kletterhalle mit ihren spektakulären Kletterrouten innerhalb und außerhalb der Halle wird die einzige im Dreieck zwischen Trier, Saarlouis und St. Wendel sein und das Freizeitangebot in der Region für Sportbegeisterte zusätzlich erweitern. „Die Kletterhalle ist sicherlich eine Attraktion und für unseren Verein unverzichtbare Investition in die Zukunft“, sagte Sektionschef Manfred Dillschneider. Er verwies auf die stets weiter wachsende Mitgliederzahl, insbesondere bei den Jugendlichen. Die Nachfrage nach Bouldern und Klettern sei groß. „Die Halle wird auf Jahrzehnte der sportliche und kommunikative Mittelpunkt unseres Vereins sein“, sagte er beim Spatenstich. Dillschneider erinnerte an die vielen Hürden, die der Verein nehmen musste sowie an die planerischen Voraussetzungen und die rechtlichen Voraussetzungen. Da die Sektion seit 17 Jahren eine Kletterwand in der Wadriller Martinsmühle betreibe und den sportlichen Trend der Zeit erkannte, sei der Schritt, eine größere Kletterhalle zu realisieren, nur logisch. Mit dieser Erfahrung wurde laut Dillschneider das Projekt 2016 angegangen.

Viele Stunden für Besprechungen, Diskussionen, Verhandlungen und Fahrten zu anderen Kletterhallen habe das Projektteam in den vergangenen zwei Jahren geopfert. Viel Zeit, Ausdauer und vor allen Dingen starke Nerven seien notwendig gewesen. „Mit Architekt Johannes Pflüger fanden wir einen tüchtigen und aufgeschlossenen Planer, der uns bei der Raumgestaltung und beim Bauantrag sehr vorbildlich unterstützt und geleitet hat“, sagte Dillschneider. In einer ersten Machbarkeitsstudie wurden zunächst Bedarf, Standort und Kosten analysiert, anschließend das richtige Bauland gesucht, die Gebäudeplanung mit Kostenerstellung und Finanzierung abgearbeitet. Die Mitgliederversammlung hatte vor Jahresfrist das Projekt, das ein Kostenvolumen von rund einer halben Million umfasst, einstimmig abgesegnet – es konnte losgehen. Bei der Realisierung des Bebauungsplanes, Erschließung, Landkauf und Baugenehmigung seien Stadtverwaltung, Stadtrat und der Ortsrat Wadern eine große Stütze gewesen. Weitere Hilfe erfuhr der Verein durch seine Dachorganisation, dem DAV Bundesverband, der bei der Planung des Gebäudes und den Kletterwänden zur Seite gestanden hat und mit einem erheblichen Förderbetrag finanziell helfen wird. Förderungen wurden zudem zugesagt vom Kreis Merzig-Wadern, dem Kreisjugendamt und vom Saarland aus dem Lader-Programm. „Den restlichen Betrag müssen wir durch einen Kredit deckeln und darüber hinaus etliche Arbeitsstunden in Eigenleistung aufbringen“, sagte der Vorsitzende.

Wenn das Wetter mitspielt, wird in dieser Januarwoche mit den Bauarbeiten begonnen. Die Gebäudemontage ist von März bis Mitte April terminiert. Die Fertigstellung und Aufnahme des Kletterbetriebes für September 2019 geplant, zeitgleich mit der Feier des 20-jährigen Vereinsbestehens. „Die meisten Aufträge für das Projekt sind vergeben. Bei der Auftragsvergabe haben wir, dort, wo es möglich war, besonders die heimatnahen Betriebe berücksichtigt“, verriet Dillschneider .

Auch Bürgermeister Jochen Kuttler lobte beim Spatenstich das Projekt der Berg- und Skifreunde. „Ich bin stolz, dass es einen solch lebendigen Verein in unserem Stadtgebiet gibt.“ Mit seinen Mitgliedern bringe er es bei Wanderungen im In- und Ausland zu sportlichen Höchstleistungen. Zudem leiste er mit seinen Aktionen für Familien und der Ausbildung von Jugendlichen „einen ganz wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft in unserer Stadt“, sagte der Verwaltungschef. Er nannte die Errichtung der Kletterhalle einen mutigen Schritt des Vereins. Diese werde sicherlich zu einem Aushängeschild der Stadt.

Die Sektion verfügt über mehrere gut ausgebildete Kletterbetreuer und Trainer. Für Interessierte, die gerne die Kenntnisse des Indoor-Klettern erwerben möchten, stehen die Trainer zur Verfügung. Wer selbständig Klettern will, muss den DAV-Kletterschein mit bestandener Prüfung nachweisen. Ab sofort werden diese Kurse verstärkt angeboten. Gruppen, Schulklassen, Kinder und Anfänger werden nach vorher vereinbarten Zeiten durch fachkundiges Personal beaufsichtigt, geschult und betreut. Das betreute Kinderklettern wird – wie seit Jahren jeden Donnerstag – an der kleinen Kletterwand in Wadrill weitergeführt.

Der Aufwand für diese Kletterhalle sei enorm. Hilfe kann der Verein gebrauchen. Für die gesamte Kletterfläche müssen etwa 2500 Griffe, die rund 8000 Euro kosten, angeschafft werden. Freiwillige Kletterer oder Vereinsliebhaber können einen Griff für 20 Euro finanzieren oder viele weitere. Alle Helfer werden nach Mitteilung des Vereins auf einer großen Spendentafel verewigt. Die Berg- und Skifreunde Hochwald hoffen auf viele Spender: (Der Name kann angegeben werden. Falls dies nicht gewünscht ist, sollte das bei der Zahlung im Verwendungszweck vermerkt werden.)

Den Spendenbetrag bitte auf das Konto der Sparkasse Merzig-Wadern überweisen: DAV-Kletterzentrum Hochwald; IBAN: DE93 5935 1040 0000 2294 27 und BIC: MERZDE55XXX.

DAV-Sektion Berg- und Skifreunde Hochwald, Hermeskeilerstraße 26a, 66687 Wadern-Wadrill, info@dav-hochwald.de; Ansprechpartner: Manfred Dillschneider, 1. Vorsitzender, Email:manfreddillschneider@t-online.de; Mobil: (01 52) 04 56 60 70 Ralf Motsch, 2. Vorsitzender, Email: ralf.motsch@t-online.de, Mobil: (01 51) 15 46 27 27