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Sonne satt und jede Menge Fitnesstraining

Sonne satt und jede Menge Fitnesstraining

Voller Eindrücke kamen 13 Schüler des Hochwald-Gymnasiums in Wadern und die sie begleitenden Lehrerinnen Sabine Alff und Jennifer Brinkert von einem einwöchigen Aufenthalt in Polen zurück. „Jetzt muss ich mich erstmal erholen“ und „So viel Sport habe ich noch nie in einer Woche gemacht“, waren Kommentare von Schülern am Ende einer erlebnisreichen und anstrengenden Woche.

Auch im dritten Jahr des Schüleraustausches mit dem Lyceum in Ustrzyki Dolne im Südosten Polens hatten die polnischen Gastgeber wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Besonders gefiel den Schülern der Besuch des Wisent-Wildgeheges in Muczne und die Besichtigung der Glashütte in Krosno. Dort konnten sie einem Glasbläser und mehreren Glasbearbeitern über die Schulter schauen. Bei einem Glasmalworkshop wurden sie selber aktiv und wer wollte, konnte das eigene Lungenvolumen beim Glasblasen testen.

Für manche war der Umfang des Programms bereits eine Herausforderung. Doch nicht genug: Große Hitze mit Temperaturen von weit über 30 Grad trieb Schülern und Lehrern den Schweiß auf die Stirn und die vielen sportlichen Aktivitäten heizten zusätzlich ein. Zu diesen zählte auch das Einüben eines Volkstanzes, mit dem die polnischen und deutschen Schüler beim Festival der drei Kulturen auftraten, bei dem sich neben polnischen auch ukrainische und slowakische Folklore-Gruppen mit Liedern und Tänzen präsentierten.

Die am Austausch beteiligten Schüler nutzten den öffentlichen Auftritt, um mit Aufklebern und Bannern auf das 25-jährige Bestehen des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes aufmerksam zu machen, dessen Gründung mit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags vom Juni 1991 zusammenfiel. Unter dem Hashtag "#2gether4more" haben die Schüler Bilder der Kampagne ins Netz gestellt. Individuelle Ausflüge mit den Gastfamilien beendeten nicht nur diesen Tag, sondern auch den Aufenthalt in Ustrzyki Dolne, denn die letzte Übernachtung vor der Rückreise war in Zakopane gebucht, der Winterhauptstadt Polens am Fuße der polnischen Tatra.

Eindrucksvoll war der Blick vom Gipfel Kasprowy Wierch an der polnisch-slowakischen Grenze in den slowakischen Teil der Tatra, denn der Nebel, der schon während der Bergfahrt mit der Seilbahn die Sicht nahm, zog auch über den Gipfel. Später unternahmen die Jugendlichen eine Wanderung durch das Koscieliska Tal, bei der die Gruppe eine Höhle passieren mussten, die stellenweise nur im Entengang begehbar war. Der letzte gemeinsame Abend mit Livemusik und Grillen am Lagerfeuer kam bei den Schülern gut an. Am Krakauer Flughafen hieß es dann am nächsten Tag Abschied nehmen bis zum Wiedersehen beim Gegenbesuch im September in Wadern .