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So spannend kann Informatik sein

So spannend kann Informatik sein

Zur Auftaktveranstaltung war Professor Holger Hermanns von der Saar-Uni in Saarbrücken zu Gast. Sein Spezialgebiet: Eingebettete Systeme, Mikrocomputer, die in vielen Bereichen eingesetzt werden.

Bei der Premiere schwitzten Schweine, kreisten Satelliten und explodierten E-Bikes. Das Leibniz-Zentrum für Informatik und die Stadt Wadern hatten zu den ersten "Dagstuhler Gesprächen" eingeladen.

Seit 1991 hat sich Schloss Dagstuhl , Leibniz-Zentrum für Informatik , zum Treffpunkt der besten Informatiker der ganzen Welt entwickelt. Das renommierte Forschungszentrum ist in der Wissenschaftswelt ein Begriff und für die Stadt Wadern ein hervorragendes Aushängeschild. Um die Türen des Schlosses etwas weiter für die Allgemeinheit zu öffnen, haben das Leibniz-Zentrum und die Stadt Wadern eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die "Dagstuhler Gespräche". Und gleich zur Premiere wurde Informatik fast so spannend wie ein Actionfilm präsentiert.

Zur Auftaktveranstaltung war Professor Holger Hermanns zu Gast, der seit 2003 die Gruppe "Verlässliche Systeme und Software" an der Universität des Saarlandes leitet. In seinen Forschungsarbeiten konzentriert er sich auf so genannte Eingebettete Systeme. Dies sind Mikrocomputer , die in vielen technischen Geräten vorkommen, wie zum Beispiel in Mobiltelefonen und Elektrofahrrädern. Die Software steuert dabei das Zusammenspiel der Sensoren und Prozessoren sowie der Stromversorgung.

Schweine und Satelliten

Hermanns stellte den Gästen, eine bunte Mischung aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, einige überraschende Fragen, und lieferte die passenden Antworten gleich mit. "Warum dürfen Schweine nicht schwitzen, und was hat das mit Informatik zu tun?", lautete einer seiner Fragen und sofort begab er sich in die letzten Winkel der computergesteuerten Massentierhaltung. "Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?", fragte er die Anwesenden und spannte dann den Bogen zu Kleinstsatelliten der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA, für die mit viel Know-how der Universität Saarbrücken die perfekte Balance zwischen Energie- und Forschungskomponenten errechnet wird.

Top informiert und bestens unterhalten, wurde nach dem Vortrag und beim gemütlichen Ausklang noch leidenschaftlich zum Beispiel über das deutsche Bildungssystem, die Rolle der Wirtschaft in der Forschung oder die Bedeutung des Zweiradmechanikers bei der E-Bike-Produktion der Zukunft diskutiert. Bei einem Thema waren sich aber alle Beteiligten einig: Fortsetzung folgt!