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Simone Göttert-Schwinn ist seit diesem Schuljahr neue Leiterin des BBZ Hochwald

Nunkirchen : Das ist die neue Schulleiterin am BBZ Hochwald

Seit dem Beginn des laufenden Schuljahrs ist Simone Göttert-Schwinn Schulleiterin des Berufsbildungszentrums Hochwald in Nunkirchen. Zuvor war sie dort schon viele Jahre Lehrerin.

Die Organisation des Unterrichts unter Corona-Bedingungen und Lockdown-Bestimmungen findet zurzeit in allen saarländischen Schulen statt. Am Berufsbildungszentrum (BBZ) Hochwald in Nunkirchen ist dafür seit August die neue Schulleiterin Simone Göttert-Schwinn verantwortlich.

Göttert-Schwinn ist bereits seit 2001 als Fachlehrerin am BBZ Hochwald tätig. Sie stammt aus der Hochwald-Gemeinde Weiskirchen und hat in Wadern am Hochwald-Gymnasium ihr Abitur gemacht. Im Anschluss studierte sie in Saarbrücken Lehramt an beruflichen Schulen. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Metalltechnik und Mathematik begann sie im Februar 1996 am Technisch-Gewerblichen und Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Neunkirchen ihr Referendariat. In dieser Zeit erwarb sie zusätzlich die Lehrbefähigung für Bautechnik. Im Sommer 2001 wechselte Göttert-Schwinn von Neunkirchen zum BBZ Hochwald in ihrer Wahlheimat Nunkirchen.

„Ich kam gerade an die Schule, als das technisch-soziale Berufsbildungszentrum Nunkirchen und das kaufmännische BBZ Wadern fusioniert wurden“, berichtet Göttert-Schwinn von ihren Anfängen in Nunkirchen. Sie findet: „Das war eine spannende Zeit!“

Das neu entstandene BBZ Hochwald bildet seither umfassend die berufliche Bildung im technischen, kaufmännischen und sozial-pflegerischen Bereich ab. In der Folgezeit qualifizierte sich Göttert-Schwinn zur Qualitätsbeauftragten des BBZ Hochwald. Zwischenzeitlich war sie stellvertretende Schulleiterin, mit Beginn des jetzt laufenden Schuljahres hat sie nun die Leitung des BBZ Hochwald übernommen.

„Es war mir immer wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen“, berichtet Göttert-Schwinn von ihrer langjährigen Tätigkeit an der Universität des Saarlandes als Dozentin für die Fachdidaktik Technik und von ihrer beratenden Tätigkeit für das Ministerium im Rahmen der Qualitätsentwicklungskommission.

Schülerinnen und Schülern frühzeitig eine berufliche Orientierung zu ermöglichen, ihnen die Chance zu geben sich auszuprobieren in verschiedenen Tätigkeitsbereichen, hat für die neue BBZ-Rektorin eine wichtige Bedeutung, wie sie sagt. „Genau darauf zielen auch die neuen Schulformen des Übergangssystems ab“, betont Göttert-Schwinn. Sowohl in der Ausbildungsvorbereitung als auch in den Berufsfachschulen der Berufsbereiche „Gesundheit und Pflege“, „Wirtschaft und Verwaltung“ oder „Technik“ könnten die Jugendlichen alle Berufe erkunden, Erfahrungen sammeln und gleichzeitig allgemeine Schulabschlüsse erreichen.

„Wir bieten am BBZ Hochwald alle neuen Schulformen seit diesem Sommer an und haben erfreulich hohe Anmeldezahlen“, führt die Schulleiterin an. Das BBZ Hochwald ist nach ihren Worten in der Schullandschaft im nördlichen Saarland fest etabliert und arbeitet eng mit allen umliegenden Gemeinschaftsschulen und Gymnasien zusammen.

„Die Durchlässigkeit unseres Schulsystems muss für die Jugendlichen und ihre Eltern erkennbar sein; jeder kann in seinem Lerntempo einen hochwertigen Schulabschluss erreichen“, betont Göttert-Schwinn und wirbt für eine fundierte Ausbildung als Grundlage eines Studiums. Über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus besuchen Jugendliche das Berufsbildungszentrum im Waderner Stadtteil. „Die Fachoberschule Wirtschaft und die erfolgreichen Abschlüsse in einem Ausbildungsberuf haben viele unserer ehemaligen Schüler zu einem erfolgreichen Studium befähigt.“

Gemeinsam mit ihrem Lehrerteam möchte die neue Schulleiterin zukünftig weitere Angebote für Jugendliche ermöglichen. Dies ist ihr bereits in einem ersten Schritt im Frühjahr gelungen: Erstmalig gibt es im Kreis Merzig-Wadern das Angebot einer Werkstattschule.

„Die enge Zusammenarbeit mit allen Ausbildungsbetrieben der Region zeichnet uns aus“, sagt Göttert-Schwinn. Diese will die Schulleiterin mit ihrem Kollegium vertiefen. Kooperationen sind nach ihrem Dafürhalten ein wertvolles Gut, gerade im ländlichen Bereich. Die bestehenden Kompetenzzentren in der CNC- und Steuerungs-Technik werden noch im Frühjahr dieses Jahres ergänzt durch ein innovatives Kompetenzzentrum im Bereich Industrie 4.0 – Robotik und Sensorik. In Planung befinde sich ein weiteres Kompetenzzentrum „Gesundheit und Pflege“.