Seit 25 Jahren Ziel für Pilger

Die Bruder-Klaus-Kapelle ist seit ihrer Erbauung vor 25 Jahren ein Teil der Pfarrgemeinden St. Martinus Wadrill und Herz Jesu Kostenbach. Zum Jubiläum wird am Sonntag eine meditative Wanderung mit Messe angeboten.

Den Pfarrgemeinden St. Martinus Wadrill und Herz Jesu Kostenbach steht an diesem Sonntag ein Silbernes Jubiläum ins Haus. Sie dürfen 25 Jahre Bruder-Klaus-Kapelle feiern. Im Jahre 1989 wurde die Bruder-Klaus-Kapelle von freiwilligen Helfern erbaut. Am Fest des Heiligen wurde die Statue in einer feierlichen Prozession zur Kapelle gebracht, wo die feierliche Einsegnung stattfand.

Seit 1990 gehen jedes Jahr viele Pilger den Weg von Schloss Dagstuhl zur Kapelle und gehen durch das Lösterbachtal nach Niederlöstern, von dort zum "Stellweg", vorbei am Modellflugplatz zur Kapelle. Auf der letzten Etappe vor der Kapelle stehen die Stelen mit den Sieben Werken der Barmherzigkeit, die aus Anlass des Weltjugendtages 2005, zusammen mit Jugendlichen aus aller Welt, aufgestellt wurden.

Wanderung und Messe

Die meditative Wanderung beginnt an diesem Sonntag um 14.30 Uhr am Weg zum Löstertal in der Nähe von Schloss Dagstuhl ; man kann sich der Gruppe auch unterwegs anschließen. Um 17 Uhr wird die heilige Messe bei der Bruder-Klaus-Kapelle gefeiert und vom Sing- und Instrumentalkreis "Sing'n pray" Löstertal mitgestaltet. In den 25 Jahren wurde die Kapelle jedes Jahr mit einem festlichen Blumenschmuck von einer ehemaligen Pilgerin geschmückt. Für alle, die mit dem Auto nach Dagstuhl kommen, besteht nach der Messe die Möglichkeit, ihre Autos abzuholen. In diesem Jahr ist aus organisatorischen Gründen kein Abschluss im Pfarrheim.

Außerdem wird der jährliche Beitrag für den Bruder-Klaus-Kapellen-Verein nicht mehr erhoben. Stattdessen wird bei der Messe, bei der in den vergangenen Jahren oft mehr als 200 Pilger teilgenommen haben, eine Kollekte zugunsten der Christen in den Kriegsgebieten im Nahen Osten gehalten. In diesem Jahr stehen das Gebet für den Frieden in der Welt und das Gebet für geistliche Berufe ganz besonders im Vordergrund. Weiterhin sollte die Wallfahrt auch im Zeichen der Solidarität für die Pfarreiengemeinschaft stehen.

Zum Thema:

AUF EINEN BLICKBruder Klaus von Flüe (1417 - 1487) war ein Bauer, der mit großer Verantwortung als Bürger und Christ lebte und wichtige Ämter in seiner Heimat innehatte. Doch im Laufe der Jahre wurde ihm immer deutlicher, dass er zu einem Leben in Einsamkeit, Gebet und strenger Buße berufen war. Seine Frau willigte in den Weg ihres Mannes ein. Als Zeichen ihres Einverständnisses hat sie ihm die erste Kutte für sein Einsiedlerleben gewebt. 20 Jahre verbrachte er in einer einfachen Zelle. Seine Klause wurde von vielen aufgesucht. Sie fanden bei ihm Trost und Rat. Seine Fürsprache hat in vielen Fällen zu Versöhnung und Frieden beigetragen. Alljährlich findet im Hochwald zu seinen Ehren eine Wallfahrt zur Kapelle statt. eb