Schützenverein feierte 90-jähriges Bestehen und ehrte Mitglieder

Schützenverein Rathen : Ein Trio wird für 50 Jahre Treue geehrt

Rathener Schützenverein, der 90 Jahre Bestehen feiert, würdigt Verdienste von Klaus Koster, Inge Sauer und Helmut Latz.

Tradition hat der Vereinstag beim Schützenverein St. Hubertus, der in diesem Jahr sein 90-jähriges Vereinsbestehen mit 96 Mitgliedern feiert und damit ältester Schützenverein in der Stadt Wadern ist. Beim Vereinstag, der zur Rathener Kirmes gefeiert wird, stehen die Ehrungen seiner erfolgreichen Schützen bei Vereins-, und Kreiswettbewerben im Mittelpunkt. Zudem werden langjährige Mitglieder ausgezeichnet.

Eingeleitet wurde der Tag mit einem Gottesdienst in der Rathener Kapelle. Beim anschließenden Frühschoppen begrüßte Sportwart Torsten Klein die Mitglieder und Gäste, die neben einigen Nachbarvereinen von Ortsvorsteher Wolfgang Maring und Kreisschützenmeister Michael Brücker angeführt wurde. Klein ließ die Vereinsgeschichte Revue passieren, die 1929 begann, als einige Männer nach einer gelungenen Theateraufführung der Dorfgemeinschaft am Zweiten Weihnachtsfeiertag den Schützenverein Hubertus Rathen aus der Taufe hoben.

Geschossen wurde damals mit einem Bolzengewehr. Einen ersten eigenen 100-Meter-Schießstand, auf dem mit Kleinkaliber geschossen wurde, baute der Verein in Eigenregie am Felsenburren. In den Kriegsjahren und danach ruhte das Vereinsleben aus verständlichen Gründen. Erst 1952 ging es wieder los, zwei Luftgewehre konnten angeschafft werden. Es folgte 1957 der Beitritt in den Saarländischen Schützenverband. Die Gastwirt­schaft Junk diente zunächst als Vereinslokal. Nach deren Schließung zogen die Schützen in das Lokal Zum armen Hahn um.

Mit dem Bau eines eigenen Schützenhauses am Feuerwehrgerätehaus begann auch eine erfolgreiche Schützenzeit. „Etwas stolz dürfen wir sein auf unsere moderne elektrische Schießanlage, die 2008 installiert wurde und zu den modernsten Sportstätten der Schützen im Saarland zählt“, betonte Klein. Als Erfolge nannte er den dritten Platz der Luftgewehrmannschaft in der Bezirksliga Nord und die der zweiten LG-Mannschaft in der Kreisklasse B-West.

Bei den Kreismeisterschaften hatten vier Schützen mitgewirkt. Markus Petry belegte einen vierten Platz in der Altersklasse Herren 2. Beim Königsschießen hatte Frank Sauer sich „seinen großen Traum vom Schützenkönig verwirklichen können“, sagte Klein. Sein 82-jähriger Vater Karl Sauer wurde erster Ritter, Adelbert Schirra zweiter Ritter. „Der Vogel war sehr standhaft, fiel nicht wegen der vielen Treffer, vielmehr verendete er an Bleivergiftung“, sagte der Sportwart.

Bei der Ehrung von Mitgliedern erhielten Klaus Koster, Inge Sauer und Helmut Latz für 50-jährige Vereinszugehörigkeit eine besondere Anstecknadel. 40 Jahre ist Willi Memmesheimer Mitglied. Kreisschützenmeister Michael Brücker zeichnete ihn zudem mit dem Ehrenzeichen in Bronze des Schützenkreises Nordsaar für langjährige Vorstandsarbeit sowie Pflege- und Instandhaltungsarbeiten am und rund um das Schützenhaus aus.

Den langjährigen Mitgliedern dankte Klein ganz besonders. „Ihr seid der Unterbau unseres Vereins, der das ganze Gebäude trägt und auf dem die Aktiven aufbauen können. Große Geschenke können wir nicht verteilen, aber aus vollem Herzen danke sagen für eure Treue, die ihr unserem Verein entgegen bringt und ihn dadurch am Leben halten könnt.“

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