Schülerinnen ziehen ins Finale ein

Wadern · Emily Vontz und Magdalena Schmitt vom Hochwaldgymnasium Wadern zählen zu den Schülern, die den Regionalverbund beim Landesfinale „Jugend debattiert“ im April in Saarbrücken vertreten. Sie hatten beim Regionalfinale des Wettbewerbs im HWG in Wadern die Nase vorn.

 Alle Finalteilnehmer zusammen mit dem Schulkoordinator Edwin Didas (Zweiter von rechts) und dem Regionalkoordinator Wolfgang Lorenz (rechts). Foto: Didas/HWG

Alle Finalteilnehmer zusammen mit dem Schulkoordinator Edwin Didas (Zweiter von rechts) und dem Regionalkoordinator Wolfgang Lorenz (rechts). Foto: Didas/HWG

Foto: Didas/HWG

GAS, MPG und MLK, RSG, SGS, PWG und HWG: Was sich anhört wie der Text eines Rap-Songs, hat in Wirklichkeit etwas mit Schule zu tun. Hinter diesen Abkürzungen verbergen sich sieben saarländische Gymnasien, die etwas gemeinsam haben: Sie alle nehmen am Projekt "Jugend debattiert" teil und gehören dem Regionalverbund Saarland West an. Am Hochwald-Gymnasium trafen sich Schüler und Lehrer dieser Schulen, um im Regionalverbundfinale die Sieger des Wettbewerbs und damit die Teilnehmer am Landesfinale zu ermitteln. Schulleiterin Ellen Küneke sagt: "Das, was man bei Jugend debattiert lernt, braucht man später bei Bewerbungsgesprächen, in mündlichen Prüfungssituationen oder bei Präsentationen, die im Berufsleben eine immer größere Rolle spielen."

In der ersten Phase gab es zwei Qualifikationsrunden für die Schüler aus den Sekundarstufen I (Klassenstufe acht bis neun) und II (Klassenstufe zehn bis zwölf). Die Debatten finden immer in Vierergruppen statt, wobei zwei Teilnehmer die Pro- und zwei die Contraseite vertreten. Zunächst stellen sie ihre Position in zweiminütigen Eröffnungsreden dar. Es folgt eine freie Aussprache von zwölf Minuten und eine Schlussrede von jeweils einer Minute. Anschließend bewerten Jurys aus Lehrern und Schülern diese Leistungen.

In den Qualifikationsrunden wurden die Finalteilnehmer ermittelt. Im Finale der Sekundarstufe I traten Leslie Leinenbach (Robert-Schuman-Gymnasium), Emily Vontz (Hochwald-Gymnasium) sowie Clemens Mehl und Jonas Klein (beide Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium) gegeneinander an. Sie beschäftigten sich mit der Frage: Soll der Samstagsunterricht im Saarland wieder eingeführt werden? Als die Jury das Ergebnis bekanntgab, brandete Jubel auf in der Aula des HWG, denn Emily Vontz gewann ihr "Heimspiel" und belegte am Ende Platz eins, gefolgt von Jonas Klein, Clemens Mehl und Lesley Leinenbach.

Um anonymisierte Bewerbungsverfahren bis zum Vorstellungsgespräch ging es in der Finaldebatte der Altersgruppe II. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob durch eine solche Maßnahme die Diskriminierung bestimmter Gruppen bei der Besetzung von Stellen verhindert werden kann. Die Pro-Seite sah genau das als wichtigsten Aspekt einer anonymisierten Bewerbung und verwies auf Firmen, die dies als Pilotprojekt durchgeführt haben. Die Contraseite argumentierte, dass die Diskriminierung nicht verhindert, sondern nur zeitlich verschoben werde. Außerdem warf sie der Proseite vor, dass ein zu starker Fokus auf die Noten gelegt werde. Offensichtlich konnten die Befürworter einer anonymisierten Bewerbung die Juroren besser überzeugen, denn beide Vertreterinnen der Proseite belegten die beiden ersten Plätze. Folgende Reihenfolge wurde von der Jury festgelegt: 1. Magdalena Schmitt (HWG), 2. Maja Günther, 3. Laura Gaul (beide Kaschnitz-Gymnasium), 4. Moritz Küppers (Gymnasium am Stefansberg). Damit sind Emily Vontz, Jonas Klein, Magdalena Schmitt und Maja Günther beim Landesfinale in Saarbrücken vertreten.

Zum Thema:

Auf einen BlickFolgende Schulen gehören zum Schulverbund Saarland West: Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium Völklingen, Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis, Max-Planck-Gymnasium Saarlouis, Gymnasium am Stadtgarten Saarlouis, Gymnasium am Stefansberg Merzig, Peter-Wust-Gymnasium Merzig, Hochwald-Gymnasium Wadern . Bewertet werden die Debatten bei "Jugend debattiert" nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. red