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Schüler werden zu Konfliktvermittlern

Schüler werden zu Konfliktvermittlern

Wadern. "Könnt ihr euch jetzt vorstellen, eine Lösungsmöglichkeit für euren Konflikt zu finden?" So ähnlich könnte die Aufforderung eines Konfliktvermittlers an seine gleichaltrigen Mitschüler sein, die einen Streit haben. Die Grundlagen der Konfliktvermittlung haben an zwei Wochenenden im September 37 Kinder der Klassenstufen sechs und sieben des Hochwald-Gymnasiums erlernt

Wadern. "Könnt ihr euch jetzt vorstellen, eine Lösungsmöglichkeit für euren Konflikt zu finden?" So ähnlich könnte die Aufforderung eines Konfliktvermittlers an seine gleichaltrigen Mitschüler sein, die einen Streit haben. Die Grundlagen der Konfliktvermittlung haben an zwei Wochenenden im September 37 Kinder der Klassenstufen sechs und sieben des Hochwald-Gymnasiums erlernt. Bei dem Aufenthalt in der Jugendherberge Tholey konnte vor allem durch Rollenspiele das Erlernte angewendet werden. Offenes GesprächWichtig bei der so genannten "Peer Mediation" - der Konfliktvermittlung unter Gleichaltrigen - ist, dass die Parteien ein offenes Gespräch führen, das die verschiedenen Beweggründe offen legt. Geleitet wurden die Seminare von Marcel Thome, dem Schoolworker am Hochwald-Gymnasium und von der Referentin Heike Weber, die beim Jugendrotkreuz unter anderem für die Streitschlichter-Ausbildung zuständig ist. Unterstützt und begleitet haben abwechselnd die Klassenlehrerinnen Kwasniewski-Köllner, Warken und Apotekar. Die Grundlagenausbildung im Streitschlichten ist Teil eines langfristig geplanten Angebotes am Hochwald-Gymnasium Wadern. In regelmäßigen Treffen werden die Kinder weiter geschult bis sie sicher genug sind, eine eigenständige Konfliktvermittlung ohne Hilfe von Erwachsenen durchzuführen. Das HWG-Projekt sieht vor, dass in jedem Jahr eine Reihe von Kindern der Klassenstufe sechs als Konfliktvermittler ausgebildet wird. Mit der Zeit sollen dann in allen Altersstufen die entsprechenden Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ziel der Peer Mediation ist es, an der Schule einer gewaltfreien Konfliktkultur näher zu kommen. Möglich wurden die beiden Veranstaltungen vor allem durch die Unterstützung des Landesjugendamtes und durch die Kooperation mit dem Jugendbüro Wadern-Weiskirchen. tac