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Bürgerinitiative
Schröder: Gutachten bestätigt unseren Standpunkt

Wadern. (eb) Die Idee der BI für den Neubau einer Nordsaarlandklinik ist vom saarländischen Gesundheitsministerium so ernst genommen worden, dass das Ministerium eine Machbarkeitsstudie erstellen ließ. Das Ergebnis dieser Studie wurden am Freitag vorgestellt (SZ berichtete), mit dem Ergebnis, dass unter gewissen Bedingungen eine Nordsaarlandklinik durchaus Sinn macht. Diese sollte allerdings in Lebach statt in Wadern errichtet werden. Bei der Präsentation der Machbarkeitsstudie war BI-Sprecher Bernd Schröder vor Ort dabei. Er bezog gegenüber der SZ Stellung zu der Machbarkeitsstudie.

 Ausgehend von dem Konzept der BI, ein mittelgroßes, zukunftsfähiges Krankenhaus für das Nordsaarland zu errichten, hätten die Gutachter das von der BI skizzierte fachliche Leistungsspektrum für die Nordsaarlandklinik in vollem Umfang übernommen und es noch erweitert, zum Beispiel durch eine Stroke Unit für Schlaganfallpatienten. „Unter Berücksichtigung des Mehrbedarfs an Betten in den kommenden Jahren, der in unserer Region zu erwarten ist, könnte am zentral gelegenen und gut erreichbaren Standort Wadern ein hoch leistungsfähiges, modernes und wirtschaftliches Krankenhaus mit 300 Betten entstehen“, sagt Schröder. Laut dem BI-Sprecher wäre das der erste Schritt in den von Fachleuten dringend empfohlenen Umbau der saarländischen Krankenhauslandschaft zu besserer Leistungsfähigkeit zentraler Kliniken bei gleichzeitiger Konzentration der Standorte.


Dementsprechend plädieren die Gutachter dafür, dass in die Konzeption der Nordsaarlandklinik die Stärken der Krankenhäuser von Losheim (konservative Orthopädie) und Lebach (Hämatologie/ Onkologie und Plastische Chirurgie) einbezogen werden sollten, was die Kooperation der betroffenen Klinikträger und die mittelfristige Aufgabe ihrer jetzigen Standorte voraussetzen würde. Der Vorteil für die Träger wäre jedoch die bessere Wirtschaftlichkeit des neuen Hauses, die Kranken in der Region hätten eine breit gefächerte, erstklassige, wohnortnahe medizinische Versorgung.

Die Gutachter veranschlagen eine Planungs- und Bauzeit von mindestens vier Jahren für die Nordsaarlandklinik und entsprechend hohe Anfangsinvestitionen, prognostizieren anschließend jedoch einen rentablen Betrieb. „Wir als BI appellieren an die Einsicht der Träger und erwarten vom Gesundheitsministerium, dass es sich in engagierten Gesprächen mit den Krankenhausbetreibern für die baldige Errichtung der Nordsaarlandklinik einsetzt“, betont Schröder.