Bandbreiten bis zu 100 MBit/s: Schnelles Internet für 3000 Haushalte

Bandbreiten bis zu 100 MBit/s : Schnelles Internet für 3000 Haushalte

Landesweites Projekt zum flächendeckenden Ausbau von Internet-Breitbandverbindungen kommt in Wadern zügig voran.

Rund 3000 Haushalte im Telekom-Vorwahlbereich 0 68 71 und in den Waderner Stadtteilen Lockweiler, Löstertal, Wadern und Wedern können jetzt schneller im Internet surfen. Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) kann die Deutsche Telekom jetzt zur Verfügung stellen.

Die Deutsche Telekom ist im Projekt NGA-Netzausbau Saar, eine Kooperation der Projektträger eGo Saar (Breitbandbüro Saar) und der Staatskanzlei, für den Breitbandausbau in der Hochwaldstadt zuständig. Früher als vorgesehen sind erste Schritte der großen Maßnahme bereits abgearbeitet. So konnte am Donnerstagnachmittag vor dem Rathaus die symbolische Live-Schaltung für das schnelle Internet vollzogen werden. Vertreter der beteiligten Unternehmen haben gleichzeitig den Buzzer gedrückt und die Glasfaserleitungen symbolisch freigeschaltet.

„Das landesweite Projekt NGA-Netzausbau wurde in Wadern gestartet, und ich freue mich sehr, dass Wadern auch die erste Stadt ist, in der der Ausbau jetzt schon umgesetzt ist. Dass die Projektumsetzung vier Monate vor der Planung liegt, ist vor allem für die Bürgerinnen und Bürger sehr erfreulich und ist maßgeblich der exzellenten Zusammenarbeit zwischen eGo-Saar, Stadt Wadern und der Telekom geschuldet. Wadern hat jetzt zumindest die notwendige Infrastruktur, um die Chancen der Digitalisierung auch nutzen zu können“, nannte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, zugleich auch Vorsitzende der eGo Saar, ihr vorrangiges Ziel. Weiterhin werde sie alle Anstrengungen unternehmen und Initiativen ergreifen, um ihren Grünen Landkreis am Ball zu halten, sagte sie. Die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, mit der die Maßnahme schon viel früher abgeschlossen werden konnte, hat auch Bürgermeister Jochen Kuttler hervorgehoben. Gleichzeitig betonte er, dass eine moderne Infrastruktur für die gesamte Stadt Wadern, jede Immobilie und jeden Haushalt ein Standtortvorteil sei.

Im neuen schnellen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud, also in virtuellen Datenspeichern. „Wer die schnellen Internetanschlüsse nutzen möchte, kann sie ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel buchen“, sagte Bruno Stolz, Regionalmanager der Deutschen Telekom. Damit seien dann in kürzester Zeit Videos aufgerufen, Bankgeschäfte erledigt und auch Urlaube gebucht. Für diesen Service wurden rund 26 Kilometer Glasfaser verlegt, 13 Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik ausgerüstet. Bis auf wenige Ausnahmen sind nahezu alle Lücken im Versorgungbereich der Hochwaldstadt geschlossen. Die Stadtteile Nunkirchen und Büschfeld werden Ende Mai an das schnelle Internet angeschlossen. Die übrigen Orte, die nicht zum aktuellen Ausbaugebiet gehören und bisher noch unterversorgt sind, werden wie vorgesehen ebenfalls bis Ende des Jahres ausgestattet sein. Hier geht es vor allem um die Technik in den Verteilerkästen, die die Durchsatzraten des Netzes noch nicht weitergeben können. Die entsprechenden Telekommunikationsunternehmen haben sich aber verpflichtet, bis Ende 2018 mindestens 50 Mbit/s anzubieten. „Es wird aber auch weiterhin weiße Flecken auf der Landkarte der Versorgung mit schnellem Internet geben“, sagte Bürgermeister Kuttler. Das habe zum einen technischen Gründe, liege aber auch daran, dass andere Anbieter den Ausbau in bestimmten Bereichen vorgenommen hätten und dieser nicht durch die öffentliche Hand überbaut werden dürfe.

„Wunschgedanke ist natürlich, alle Häuser mit Glasfaser auszustatten. Das ist ja auch das Ziel der Bundesregierung. Und unser Ziel ist es, daran zu partizipieren. Wir werden für 85 Prozent der Haushalte 100 Megabit pro Sekunde erreichen, aber es ist auch klar, dass in Zukunft immer größere Datenmengen über das Netz versendet werden und dafür müssen weitere Kapazitäten geplant werden“, äußerte sich Kuttler zur Zukunft des Breitbandausbaus in der Stadt Wadern.

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