1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Wadern

Schaufenster des Handels und Gewerbes

Schaufenster des Handels und Gewerbes

Bei der Gewerbeschau in Wadern hat Bürgermeister Jochen Kuttler das neue Internetangebot freigeschaltet. Es bietet die Möglichkeit, dass Bürger das Rathaus rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr erreichen können.

Zu einem attraktiven Schaufenster des örtlichen Handels und Gewerbes sowie der regionalen Wirtschaftsbetriebe avancierte an diesem Wochenende die 19. Waderner Hochwald-Leistungsschau in der Herbert-Klein-Halle in Wadern . Rund 40 Aussteller quer durch alle Branchen und Bereiche, die zugleich auch Arbeitgeber der Region sind, boten ein eindrucksvolles Bild ihrer Leistungsvielfalt und Leistungsstärke. Veranstalter waren die Stadt Wadern und der Wirtschaftsverband Stadt Wadern , der vor wenigen Wochen in die Fußstapfen des früheren Vereins für Handel, Gewerbe und Freie Berufe Wadern getreten ist. "Die Waderner Hochwald-Leistungsschau dient als Eröffnung der sanierten Herbert-Klein-Halle. Wir feiern dies mit Ihnen, werte Partner der Wirtschaft in unserer Region. Und wir tun dies in dem Bewusstsein, dass wir gemeinsam in einem Boot sitzen: Sie wollen gute Geschäfte machen, wir wollen herausstellen, dass Wadern im Hinblick auf wirtschaftliche Entwicklung und Qualität als Ort zum Leben erste Wahl ist", begrüßte Bürgermeister Jochen Kuttler neben der Schirmherrin Monika Bachmann , Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, die Landkreis-Beigeordneten Frank Wagner und Bernd Altpeter, die Bürgermeister außer Dienst Berthold Müller und Fredi Dewald, sowie Helma Kuhn-Theis , die Bevollmächtigte für Europaangelegenheiten des Saarlandes, Landtagsabgeordnete sowie etliche Ortsvorsteher und Stadtratsmitglieder. Sein besonderer Willkommensgruß galt den ausstellenden Firmen. Er dankte ihnen für die Treue zum Hochwald und ihr Engagement.

"Wadern hat derzeit mit 5,9 Prozent eine sehr geringe Erwerbslosenquote zu verzeichnen. Die Zahl der Beschäftigten konnte um 134 auf insgesamt 5831 Menschen in Lohn und Brot gesteigert werden, womit wir mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte als unsere Nachbarkommunen haben", verkündete Kuttler stolz, womit Wadern mehr Jobs anbieten könne als man Arbeitskräfte habe. Die Zahl der Beschäftigten unterstreicht laut Kuttler die Bedeutung von Wadern als Mittelzentrum im nördlichen Saarland. Arbeitsplätze, Infrastruktur und Versorgungseinrichtungen werden für Menschen aus der gesamten Region vorgehalten. "Dieser Erfolg ist Ansporn und Verpflichtung zugleich." Von daher wurde der Gewerbepark auf 16 Hektar vergrößert, um Expansionsmöglichkeiten für eigene Firmen und Unternehmen aus anderen Standorten bieten zu können. Kuttler versprach, Gewehr bei Fuß zu stehen, sofern sich jemand in der Stadt engagieren möchte. Schirmherrin Monika Bachmann dankte dem neuen Wirtschaftsverband Stadt Wadern , der Stadt und den mitmachenden Betrieben und Firmen und ihren Helfern, denn ohne deren Engagement könne die Hochwald-Leistungsschau nicht stattfinden. "Sie tragen mit ihrem Engagement erheblich dazu bei, den Unternehmensbestand vor Ort zu stärken und auszubauen, wohnortnahe Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen und den Wirtschaftsstandort Saarland damit zu sichern", sagte Bachmann. Die Besucher haben bei diesem Schaufenster der einheimischen Betriebe und Firmen die Möglichkeit, direkt in Kontakt zu den örtlichen Anbietern zu treten. Die Aussteller stellen die Leistungsfähigkeit ihrer Betriebe in der frisch renovierten Halle bei einem großzügigen Raumangebot und in angenehmer Atmosphäre gerne unter Beweis und scheuen auch nicht den Konkurrenzkampf untereinander. Ganz erfreut zeigte sich die Schirmherrin darüber, dass einige Aussteller Aktionen für einen guten Zweck anbieten.

Stellvertretend für alle nannte sie den Friseursalon Regert, der mit seinem Team an zwei Tagen den Besuchern ehrenamtlich die Haare für eine Spende zu Gunsten der Peter-Maffay-Stiftung Tabaluga schneidet. Harald Klein, der Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Stadt Wadern , sagte, dass die Leistungsschau es den Ausstellern vorzüglich ermöglicht, ihr Angebot, ihre Kompetenz vor Ort repräsentieren zu können. Allen Besuchern bietet sie einen umfassenden Überblick über die große Angebotspalette des Wirtschaftsstandortes Wadern . Er informierte über die Entstehung und Struktur des Wirtschaftsverbandes. "Der Zug steht jetzt auf dem Gleis, alle sind gefordert mitzuarbeiten, damit dieser Zug schnell Fahrt aufnimmt zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Wadern ", wünschte sich Klein. Insgesamt haben sich die umfangreichen Bemühungen und die viele Arbeit zur Vorbereitung der Leistungsschau gelohnt, so das Fazit des Organisationsleiter Frank Brandt, der für den Wirtschaftsverband Stadt Wadern die Türen der 19. Leistungsschau geöffnet hatte. Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke Wadern sowie die Kommunale Entwicklungs- und Vermögensmanagementgesellschaft (KEV) präsentierten sich ebenfalls auf der Hochwaldmesse.

Während sich die Fachleute der Stadtwerke den Fragen interessierter Messebesucher rund um die Themen Energieeffizienz, Strom, Gas, Wärme und Wasser stellten, informierte die KEV über ihre neuen Förderprogramme.

Freie Bau- und Gewerbeflächen im Gewerbepark Wadern wurden angeboten, das Baugebiet Newer in Nunkirchen vorgestellt.

Computer nur Mittel zum Zweck

Die Stadtverwaltung zeigte sich von ihrer kommunikativen Seite und vermittelte, was die Technik heute in Sachen Service bei einer Kommune alles möglich machen kann. Bürgermeister Jochen Kuttler gab zusammen mit der Schirmherrin und Sozialministerin Monika Bachmann und der Europabevollmächtigten Helma Kuhn-Theis den Startschuss für den neuen Internetauftritt der Hochwaldstadt ab. Das neue Angebot wurde von ihnen freigeschaltet. "Dennoch bleibt der reale Mensch bei uns im Mittelpunkt der Bemühungen, wenngleich Computer und Maschinen nur Mittel zum Zweck sind", betonte Jochen Kuttler. Nicht nur für die Aussteller der Leistungsschau ist das Angebot zum persönlichen Gespräch nach wie vor eine Selbstverständlichkeit, auch die Stadtverwaltung lade dazu ein.

Kostenloses WLAN

Mit dem neuen Internetangebot schafft die Verwaltung ein virtuelles Rathaus, das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr geöffnet hat. "Egal, ob die Bürger uns via Heimcomputer , Tablet oder Smartphone im Internet besuchen, diese neue Seite wird der Begleiter durch das kommunale aber auch durch das Wirtschaftsleben sein", sagte Kuttler. Ein praktisches Branchenverzeichnis wird hinzukommen, ein Angebot, das die Kaufkraft vor Ort stärken soll.

Weiter wies Kuttler darauf hin, dass die Stadt Wadern Vorreiter ist, denn in keiner Kommune finde man so viele kostenlose WLAN-Punkte. Keine Kommune habe im Hinblick auf ihre Einwohner mehr Abonnenten bei Facebook . Und in kaum einer Kommune können die Bürger ihre Beschwerden, Ideen und Anregungen online punktgenau via App loswerden. Wieder einmal gut besucht war die Waderner Hochwald-Leistungsschau. Ein Blick auf die parkenden Autos mit ihren Kennzeichen zeigte, dass die Besucher aus dem gesamten Saarland sowie angrenzenden Rheinland-Pfalz angereist waren. Sowohl bei den zahlreichen Ausstellern als auch bei den Besuchern gab es nur lobende Worte, wenn gleich die richtigen Umsätze erst in einigen Wochen gemacht werden.

"Bei uns waren überwiegend Menschen mit körperlichen Beschwerden. Sie haben nach Methoden für Therapien, Rehabilation und Prävention gefragt", gab Kirsty Meyer von der Praxis ERGO Motio für Bewegung bekannt. Karsten Schäfer von der Firma Dolmar war gefragter Mann wenn es um die Vielseitigkeit der Akkus für elektrisch betriebene Gartengeräte ging. Neugierig, was es auf der Waderner Leistungsschau so alles gibt, waren die Besucher Annemarie und Udo Schmitt aus Neuhütten in der Nähe von Hermeskeil.

"Die Messe ist überschaubar und die Aussteller sind freundlich, kompetent und nicht aufdringlich, lassen sich sogar viel Zeit", fand die Ehefrau. Derweil war das Ehepaar Maurer aus Eiweiler aufgrund der Autoschau nach Wadern gekommen. "Uns steht eine solche Anschaffung ins Haus und wir haben auch schon was Interessantes gefunden", teilte das Ehepaar mit. Heinz Nilles aus Steinberg interessierte nahezu alles. "Mein Enkel baut, da habe ich mich mal für ihn vornehmlich in Sachen Heizung, Energetik und Solartechnik kundig gemacht", nennt er seine Gründe für den Messebesuch.

Viele der Messebesucher waren einfach nur neugierig gewesen. Sie wollten gerne die Aussteller kennenlernen und testen sowie ihren Warenbestand begutachten. Denn die eine oder andere Anregung gibt eine solche Messe immer her.

Auf dem Gelände vor der Messehalle zog eine große Palette von Automarken von Kia bis zu Mazda in allen PS-Stärken die Augen der Besucher an.