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Reihe Konzerte in der Kleinen Residenz wird wieder aufgelegt

Wadern : Bewährtes Konzept und moderne Ideen

„Waderner Residenzkonzerte“ haben die CEB Akademie und das Kulturamt der Stadt Wadern die Musiktreffs genannt.

Das Kulturamt der Stadt Wadern und die CEB Akademie Merzig führen gemeinsam die bisherige Konzertreihe der „Konzerte in der kleinen Residenz“ weiter. Das neue Programm startet am Sonntag, 24. März, um 11 Uhr im Kino Wadern mit der Matinee „Reise ins Baltikum“. Die SZ hat sich mit den Initiatoren Petra Lauk (Stadt Wadern), Gisbert Eisenbarth und Heike Friedrich (beide CEB) unterhalten.

Unter neuer Führung und einem neuen Namen startet am Sonntag, 24. März erstmals die Konzertreihe „Waderner Residenzkonzerte“. Was heißt das für die Konzertfreunde in Wadern und Umgebung?

Petra Lauk Die Konzertreihe „Konzerte in der Kleinen Residenz Wadern“ hat sich im Laufe ihres fast 40-jährigen Bestehens zu einer Marke entwickelt, die für qualitätvolle klassische Musik, aber auch für Chansons und Jazzmusik in Wadern steht. Nach der Auflösung des Vereins im Juni 2018 führen nun das Kulturamt der Stadt Wadern und die CEB Akademie gemeinsam diese Reihe unter dem neuen Namen „Waderner Residenzkonzerte“ weiter.

Gisbert Eisenbarth Wir möchten das treue Publikum, das über diese lange Zeit die Aufführungen der „Konzerte in der kleinen Residenz“ begleitet hat, mitnehmen auf unserem Weg in die neue Konzertreihe. Wir werden auch etwas moderner werden. Das zeigt schon unsere Auftaktveranstaltung mit dem Landes Jugend Symphonie Orchester (LJO) des Saarlandes im neuen Veranstaltungsraum, dem Kino Wadern.

Wird das seit Jahrzehnten bewährte Programm fortgesetzt oder gibt es Veränderungen?

Lauk Das Programm des Vereins „Konzerte in der Kleinen Residenz Wadern“ zeichnete sich in den vergangenen Jahren durch eine große Programmvielfalt aus. Neben klassischen Konzerten, Kammermusik oder Operetten, gab es Chormusik, Jazz, Tango und Chansons. Dieses Angebot wird auch weiterhin Teil der Konzertreihe sein. Eine Neuerung wird die verstärkte Ausrichtung auf Kooperationen mit Musikschulen und Jugendorchestern beziehungsweise -chören sein.

Was bedeutet die Kooperation mit der CEB Akademie für die Stadt Wadern?

Lauk Die Weiterführung der Konzertreihe wäre in personeller und finanzieller Hinsicht vom Kulturamt alleine nicht zu stemmen. Planung, Organisation, Umsetzung und Bewerbung der Konzerte erfordern einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand. Der ehemalige Verein und insbesondere der Vorstand mit seinem Vorsitzenden Bernd Schröder arbeiteten ehrenamtlich. Es ist ein Glücksfall, dass die CEB – sozusagen in guter alter Tradition – erneut als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. Die angenehme Zusammenarbeit mit Gisbert Eisenbarth und Heike Friedrich motiviert zusätzlich. Wir teilen uns die Aufgaben, wie etwa Programmgestaltung, Künstlerbetreuung, Herrichtung der Räumlichkeiten, Herstellung und Verteilung der Werbemittel und die Kosten. Ein großer Vorteil ist auch die Ansprache einer größeren Personengruppe durch die CEB als Multiplikator. So hoffen wir denn auch, dass sich der Personenkreis der Stammkundschaft noch erweitert.

Sie sitzen zusammen mit der Stadt Wadern nun in einem Boot. Welche Vorstellungen verbinden Sie als CEB mit der neuen Konzertreihe?

Heike Friedrich Die „Waderner Residenzkonzerte“ werden ja auf der bisherigen Konzeption aufbauen. Wir wollen die erfolgreiche Konzertreihe gemeinsam fortsetzen. Und das aus gutem Grund: Seit 1981 gab es klassische Konzertabende in Wadern, aus der Taufe gehoben mit Hilfe der CEB, gemeinsam auf den Weg gebracht von Friedrich Ebert und Georg Hasenmüller. Das Zusammenwirken hat funktioniert. Für die neue Reihe bringen wir gerne unsere Ideen, Kontakte und tatkräftige Mithilfe ein. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Wadern – und besonders mit Frau Lauk – gestaltet sich unkompliziert. Der bestehende rote Faden in der Konzertreihe soll nicht abreißen, dennoch möchten wir auch moderne Aufführungen mit einfließen lassen. Klassik steht im Vordergrund mit Kammermusik, Orchester, Solisten und moderner Chormusik. Andere Formate, wie Oper für Kinder, ausgefallene und historische Orte, werden uns sicher noch bei der Konzeption leiten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Wadern.

Worauf werden die Schwerpunkte gelegt? Gibt es auch Aufführungen, die unterschiedliche Altersstufen ansprechen?

Eisenbarth Das wird langfristig unser Ziel sein. Wir wollen auch die jungen Leute gewinnen. Wir suchen junge Künstlerinnen und Künstler, die sich vor einem kompetenten Publikum präsentieren, möchten aber auch klassische, historische Musik einer jungen Zielgruppe schmackhaft machen.

Lauk In den vergangenen 20 Jahren haben rund 20 000 Zuhörer die Konzertreihe besucht. Dieses Publikum darf sich auch weiterhin auf Klassik, Jazz, Tango und Musette freuen.

Worauf dürfen sich die Besucher bei der Matinee am Sonntag, 24. März, 11 Uhr, im Kino Wadern freuen?

Lauk Die „Reise ins Baltikum“ wird für die Besucher im Kino zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Mitglieder des LJO berichten in vielfacher Weise von dieser außergewöhnlichen Reise. Zudem gibt es etwas für die Ohren, die Augen und sogar für den Gaumen. Lassen Sie sich überraschen.

Wie sieht das weitere Konzertprogramm für 2019 aus?

Lauk Nach dem Auftakt im März wird es am 20. Oktober einen weiteren Höhepunkt geben: Das Duo „Savoir Vivre“ mit Noémi Schröder und Klaus Klaas wird den Zuhörern und Zuschauern den Chanson-Theaterabend „über Paris ins Paradies“ im Kino Lichtspiele Wadern bieten. Geplant werden in Zukunft zwei bis vier Konzerte im Jahr. Angedacht sind dabei auch größere Konzerte an weiteren neuen Orten. Man darf gespannt sein.

Eisenbarth Das Jahr 2019 wird ein Übergangsjahr sein, in dem wir mit einem kleinen Programm starten werden. Im kommenden Jahr wird es ein umfangreiches Programm geben. Wir würden uns auch freuen, wenn sich Interessierte mit Vorschlägen und Ideen bei uns einbringen.