Rallye Monte-Carlo für Oldtimer

Rallye Monte-Carlo für Oldtimer

Lockweiler. Die letzten Testfahrten laufen. Der Wegstreckenzähler wird auf den Meter genau eingestellt. Am heutigen Mittwoch geht es los. Dann treffen sich 53 Oldtimerteams aus ganz Europa in Hanau zur AvD-Histo-Monte 2009, einer Oldtimerrallye nach Monte Carlo.Mit dabei ist zum ersten Mal Niko Müller aus Lockweiler mit seiner Lebensgefährtin Petra Horf als Copilotin

Lockweiler. Die letzten Testfahrten laufen. Der Wegstreckenzähler wird auf den Meter genau eingestellt. Am heutigen Mittwoch geht es los. Dann treffen sich 53 Oldtimerteams aus ganz Europa in Hanau zur AvD-Histo-Monte 2009, einer Oldtimerrallye nach Monte Carlo.Mit dabei ist zum ersten Mal Niko Müller aus Lockweiler mit seiner Lebensgefährtin Petra Horf als Copilotin. Sie sind die einzigen Saarländer bei dieser historischen Rallye des Automobilclubs von Deutschland (AvD). "Wir freuen uns, dass wir zu dieser Rallye zugelassen wurden", sagt Niko Müller.Er fährt einen 37 Jahre alten Mercedes-Benz 250 CE mit stolzen 230 Pferdestärken. "Wir haben das Fahrzeug in den letzten beiden Jahren komplett umgebaut und restauriert. Sein Zustand ist wie neu", so Müller.Warum aber startet die Oldtimer-Rallye nach Monte-Carlo gerade in Hanau? Vor 98 Jahren sei Hanau Start der Rallye Monte Carlo gewesen, erklärt der Autofan. Damals seien die Autos nicht zum Rallyeort transportiert worden, sondern seien auf eigener Achse dorthin gefahren. Das sei schon Teil der Rallye gewesen. Diesem historischen Vorbild folgen die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye. Heute treffen sich alle in Hanau zur technischen Abnahme. Und am Donnerstag geht es dann von Hanau in mehreren Tagesetappen nach Monte Carlo. Dort treffen die Oldtimer am kommenden Sonntag ein.25 PrüfungenDazwischen liegen 2000 Kilometer Fahrstrecke durchs Elsass bis nach Südfrankreich, inklusive der den Fans weltbekannten historischen Prüfungen wie Col de Turini und Col de la Madonne in den Seealpen. Begleitet werden Niko Müller und Petra Horf von ihrem Serviceteam.Auf den öffentlichen Straßen müssen sich die Fahrer mit ihren Oldtimern an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Trotzdem warten 25 Prüfungen auf sie.Eine könnte zum Beispiel heißen: "Fahren sie die nächsten 17 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 48,7 Kilometern pro Stunde". Um dies möglichst exakt zu erreichen, gibt es in Müllers Wagen eine Stoppuhr, einen exakt eingestellten Wegstreckenzähler und einen kleinen Computer, der die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet.Petra Horf als Copilotin hält wie bei einer modernen Rallye ein ausführliches Fahrtenbuch in den Händen mit zahlreichen Details zur Strecke. "Sie sagt mir, wie ich fahren muss. Der Copilot muss ständig aufmerksam sein und leistet Erstaunliches", sagt Niko Müller. "Ich darf halt fahren."In dieser Saison will der Lockweilerer an sechs Oldtimer-Veranstaltungen teilnehmen. Was aber gefällt ihm an seinem Hobby am besten:"Das Reizvolle ist für mich, dass wir mit so alten Fahrzeugen in der heutigen Zeit den gleichen Sport betreiben können, den auch unsere Eltern schon gemacht haben. Mein Vater hat früher mit einem 1300er Simca solche Rallyes gefahren." vf

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