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Pro Hochwald und SPD in Wadern beinahe gleichauf, CDU stärkste Kraft

Wadern : Linke und FDP verpassen den Einzug in den Waderner Stadtrat

Pro Hochwald, die freie Wählervereinigung, der auch Bürgermeister Jochen Kuttler angehört, rückt nach der Stadtratswahl in Wadern am Sonntag der SPD auf die Pelle: Mit 23,4 Prozent der Stimmen (ein Plus von 3,5 Prozent) liegt Pro Hochwald nur noch 2,4 Prozent beziehungsweise einen Ratssitz hinter den Sozialdemokraten.

Die SPD muss Verluste von 3,9 Prozent hinnehmen und verbüßt gegenüber der Wahl 2014 einen Sitz im Rat ein – ihr verbleiben nun noch neun und damit einer mehr als Pro Hochwald.

Die stärkste Fraktion im Waderner Rat wird, wie schon 2014, die CDU bilden. Allerdings muss sie spürbare Verluste (6,4 Prozent) hinnehmen und verliert zwei Sitze im Rat – künftig haben die Christdemokraten dort 13 Vertreter. Diese beiden freien Plätze nehmen künftig die Grünen ein, die den Wiedereinzug in die Kommunalvertretung schaffen – dank eines starken Ergebnisses von 7,1 Prozent (plus 4,3 Prozent).

Den Ratssitz behauptet haben die Freien Wähler Wadern (FWW), die zwar leicht verloren haben (minus 0,6 Prozent), aber mit 3,1 Prozent noch genug Stimmen für einen Ratssitz ergattern konnten. Das ist der FDP nicht gelungen: Die Freien Demokraten verbesserten sich zwar leicht um 0,5 auf jetzt 1,8 Prozent, aber das blieb zu wenig, um in den Rat einzuziehen. Gleiches gilt für die Linkspartei, die erstmals in der Hochwaldstadt angetreten war und mit 2,7 Prozent nur knapp am Einzug in den Rat gescheitert ist.

Bemerkenswert hoch war die Wahlbeteiligung am Sonntag, zumal es in der Hochwaldstadt keine begleitende Bürgermeisterwahl gab, die für eine zusätzliche Mobilisierung hätte sorgen können. Aber auch so gaben 70,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab – das war der Spitzenwert unter allen Kreiskommunen.

Das stärkste Plus verbuchen dabei die Grünen, die ihren Stimmenzahl um 385 auf jetzt 641 steigern konnten. Kurz dahinter rangiert Pro Hochwald mit einem Zugewinn von 293 Stimmen auf jetzt 2119. Die Linkspartei fuhr 242 Stimmen ein, nur 42 weniger als die Freien Wähler Wadern (FWW) – aber das waren, anders als bei den FWW, ganz knapp nicht genug für einen Sitz im Rat. Die FWW wiederum verloren 62 Stimmen gegenüber 2014, aber es reichte dennoch, um auch im neuen Stadtrat vertreten zu sein. Der Zugewinn der FDP indes (plus 45 Stimmen auf jetzt 161) war zu mager, um auch nur in die Nähe eines Ratssitzes zu kommen.

Stadtrat_Wadern Foto: SZ/Steffen, Michael

Deutliche Verluste gab es für die beiden großen Parteien in der Hochwaldstadt, die zusammen über zehn Prozent an Stimmen einbüßten. Am stärksten traf es dabei die CDU, die 634 Stimmen oder 6,4 Prozent verlor. Dennoch bleiben die Christdemokraten die stärkste politische Kraft im Stadtrat. Auch die SPD musste Federn lassen, büßte gegenüber 2014 exakt 391 Stimmen oder 3,9 Prozent ein.