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Dagstuhl
Premiere für „Dagstuhler Gespräche“ am heutigen Freitag

Professor Dr. Stefan Jähnichen spricht am Freitag zur Premiere der „Dagstuhler Gespräche“ im Leibniz-Zentrum in Schloss Dagstuhl zum Thema Digitalisierung. 
Professor Dr. Stefan Jähnichen spricht am Freitag zur Premiere der „Dagstuhler Gespräche“ im Leibniz-Zentrum in Schloss Dagstuhl zum Thema Digitalisierung.  FOTO: Gesellschaft für Informatik
Dagstuhl. (red) Seit 1991 hat sich das Leibniz-Zentrum für Informatik in Schloss Dagstuhl bei Wadern zum Treffpunkt der besten Informatiker der ganzen Welt entwickelt. Das renommierte Forschungszentrum ist in der Wissenschaftswelt ein Begriff und für die Stadt Wadern ein hervorragendes Aushängeschild.

(red) Seit 1991 hat sich das Leibniz-Zentrum für Informatik in Schloss Dagstuhl bei Wadern zum Treffpunkt der besten Informatiker der ganzen Welt entwickelt. Das renommierte Forschungszentrum ist in der Wissenschaftswelt ein Begriff und für die Stadt Wadern ein hervorragendes Aushängeschild.


Um die Türen des Schlosses etwas weiter für die Allgemeinheit zu öffnen, haben das Leibniz-Zentrum und die Stadt Wadern eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die „Dagstuhler Gespräche“. Der interessierten Öffentlichkeit sollen Themen aus dem breiten Spektrum der Informatik sowie ihre praktische Anwendung im Alltag oder in wirtschaftlichen Prozessen anschaulich in Form eines Impulsvortrages näher gebracht werden, um danach in einen gemeinsamen Dialog einzusteigen.

Die Premiere dieser neuen Veranstaltungsreihe findet nun am Freitag, 18. Mai, um 18 Uhr in Schloss Dagstuhl statt. Zu Gast ist an diesem Abend Professor Stefan Jähnichen. Professor Jähnichen hat sich um die Informatik in Deutschland, insbesondere als Leiter des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST), als Direktor am FZI Karlsruhe und als Präsident der Gesellschaft für Informatik, verdient gemacht. Er hat in bedeutenden nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gremien gearbeitet und war mehrmals Vorsitzender des Bewertungsausschusses Informatik des European Research Council (ERC), der angesehensten europäischen Institution zur Finanzierung von Grundlagenforschung. In seiner Arbeit als Professor an der Universität Karlsruhe und an der TU Berlin fühlte er sich immer der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verpflichtet. Zahlreiche Fachhochschul- und Universitätsprofessoren sind aus seiner Schule hervorgegangen. Professor Jähnichen ist seit 2011 Aufsichtsratsvorsitzender von Schloss Dagstuhl.



Der Titel seines Vortrages lautet: „Digitalisierung – (k)ein Ende in Sicht?“ Der Vortrag erklärt Digitalisierung aus dem Erfahrungsschatz des Wissenschaftlers und untersucht spezielle Problemstellungen zu Sicherheit und Akzeptanz ihres Einsatzes, die – wenn nicht zufriedenstellend gelöst – dem Trend der zunehmenden Digitalisierung entgegenstehen können. Speziell wird erörtert, wie sich Nutzer in der digitalen Welt ausweisen können, wie also digitale Identitäten gestaltet werden können, um einen vertrauensvollen Umgang mit Daten zu ermöglichen. Dabei spielen die neue Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union und die so genannte Blockchain-Technologie (elektronische verteilte Kassenbücher) eine zentrale Rolle.

An den Dagstuhler Gesprächen nehmen Entscheider und Gestalter aus Wirtschaft, Politik und an der Informatik teil. Aber auch Interessierte sind eingeladen.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet das Leibniz-Zentrum um  Anmeldung unter E-Mail: gespraeche@dagstuhl.de oder Tel. (0 68 71) 90 51 34).