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Polnische Schüler zu Besuch in Wadern

Polnische Schüler zu Besuch in Wadern

Zwei Monate nach dem Besuch einer Schülergruppe des Hochwald-Gymnasiums im polnischen Dreiländereck an den Grenzen zur Ukraine und der Slowakei starteten die polnischen Freunde aus Ustrzyki Dolne für eine Woche zu einer Stippvisite bei ihren Gastfamilien im Saarland.

Es gibt kaum eine größere Entfernung zwischen Polen und Deutschland als die zwischen der Woiwodschaft Podkarpackie, die im Karpatenvorland liegt, und dem Saarland . Rund 1500 Kilometer trennen diese beiden Regionen, zwischen denen seit 2009 eine offizielle Partnerschaft besteht. In diesem Rahmen streben das Lyceum in Ustrzyki Dolne und das Hochwald-Gymnasium in Wadern eine dauerhafte Schulpartnerschaft an. Dazu fanden erstmals im Juli und September dieses Jahres gegenseitige Besuche statt.

Nach der von Schüler-, Lehrer- und Elternseite gleichermaßen sehr positiven Resonanz auf den Besuch in Polen im Juli gab es im September ein freudiges Wiedersehen im Saarland , wo die polnischen Gäste von ihren Gastfamilien und den Projektleiterinnen Ulrike Anell und Sabine Alff herzlich empfangen wurden.

In der Mediothek der Schule begrüßte Schulleiterin Ellen Küneke die Gäste. Helma Kuhn-Theis, Bevollmächtigte für Europaangelegenheiten der saarländischen Landesregierung und ehemalige Schülerin des Hochwald-Gymnasiums, betonte, welche Bedeutung Schüleraustauschprojekte für ein weiteres Zusammenwachsen Europas haben und ermutigte die Jugendlichen, die Zukunft Europas mitzugestalten. Auch der Waderner Bürgermeister Fredi Dewald und Martin Vorreiter, Wirtschaftsförderer der Stadtverwaltung Wadern , ließen es sich nicht nehmen, die Gäste aus Polen im barocken Oettinger Schlösschen willkommen zu heißen.

Um einen Einblick in den Schulalltag ihrer deutschen Altersgenossen zu bekommen, besuchten die Gastschüler an drei Vormittagen Unterrichtsstunden in unterschiedlichen Fächern. Am vorletzten Schultag präsentierten Mitschüler derselben Klassenstufe, die im Juli nicht mit nach Polen gefahren waren und während dieser Zeit an einem Projekt zum Thema Europa gearbeitet hatten, den polnischen Gästen die Ergebnisse dieses Projektes.

Die Gäste waren von dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begeistert, zu dem auch zwei Tagesausflüge in benachbarte Bundesländer gehörten. Zu den Höhepunkten dieser Ausflüge zählten der Kölner Dom und die römischen Bauten in Trier.

Bei den Unternehmungen durften Fahrten zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte sowie zur Saarschleife nicht fehlen. Der faszinierende Blick von der Cloef, eine Schifffahrt durch die Mettlacher Schleuse und der Besuch des Museumscafés im Erlebniszentrum von V & B waren nicht nur für die polnischen Schüler ein Erlebnis. Eine private Führung durch die neugotische Josephskapelle, einem architektonischen Juwel, das selbst vielen Saarländern unbekannt ist, rundete den Besuch ab. Bei dem Grillabend gab es kräftige Unterstützung von den Eltern.