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Wadern
Zunächst ein Streit, dann flog das Messer

Wadern. Eine lapidare Verkehrsbehinderung endete am Montag gegen 16.20 Uhr in Wadern in einem handfesten Streit. Die beiden Kontrahenten hatten wohl am Verkehrsverhalten des jeweils anderen etwas auszusetzen.

Laut Polizei gerieten also ein 19-jähriger Syrer und ein 57 Jahre alter Mann wegen jener Verkehrsbehinderung in Wadern massiv in Streit. Hierbei verletzte der Ältere den Jüngeren mit einem Messer in der Brust  und sich selbst an der Hand. Der junge Syrer kam zur Behandlung ins Krankenhaus nach Saarlouis. Der 57-Jährige wurde vor Ort ärztlich versorgt.


Der 19-Jährige war zum Tatzeitpunkt in Begleitung eines Bekannten. Beide Männer erklärten, dass der Angreifer sie im Verlauf des Streits zunächst mit einer Pistole bedroht und danach einen der beiden mit einem Messer verletzt habe.

Der Angreifer gab gegenüber der Polizei an, keine Pistole bei sich zu tragen. Im Verlauf der Ermittlungen durch die PI Nordsaarland und den Kriminaldauerdienst ergaben sich jedoch Anhaltspunkte, dass er die Waffe in seiner zum Wohnhaus gehörenden Scheune, unmittelbar in Tatortnähe, versteckt hat. Bei der Durchsuchung der Scheune übergab der Deutsche den Einsatzkräften eine funktionstüchtige Pistole. Außerdem stellten die Beamte mehrere Kurz- und Langwaffen samt Munition sicher, die der Mann in einem Tresor in der Scheune lagerte.



Im Rahmen der Ermittlungen durchsuchte die Polizei ein weiteres Wohnanwesen in Wadern für das der 57-Jährige zwar nicht behördlich gemeldet ist, das er aber tatsächlich bewohnt. Dort konnten Munition, Schwarzpulver und geringe Mengen Marihuana sichergestellt werden. Diensthundestaffel und Entschärfergruppe des LPP unterstützen bei den Durchsuchungsmaßnahmen.

Derzeit wird geprüft, ob die Waffen funktionstüchtig sowie erlaubnispflichtig sind. Die vom Dezernat für Eigentums-/Waffen- und Sprengstoffkriminalität geführten Ermittlungen dauern laut Mitteilung der Polizei an.