Polizei muss wegen Streitigkeiten ausrücken

Polizei muss wegen Streitigkeiten ausrücken

Merzig-Wadern. "In die Luft gesprengt" haben bislang Unbekannte den Briefkasten der Deutschen Post vor der Sparkasse in Honzrath. Das hatten Zeugen um die Mittagszeit des Neujahrstages der Polizei Merzig gemeldet. Offenbar hatten Unbekannte durch Einwurf eines starken Böllers den Briefkasten gesprengt, mutmaßt die Polizei

Merzig-Wadern. "In die Luft gesprengt" haben bislang Unbekannte den Briefkasten der Deutschen Post vor der Sparkasse in Honzrath. Das hatten Zeugen um die Mittagszeit des Neujahrstages der Polizei Merzig gemeldet. Offenbar hatten Unbekannte durch Einwurf eines starken Böllers den Briefkasten gesprengt, mutmaßt die Polizei. Die Überreste der eingeworfenen Briefe wurde aufgesammelt und sichergestellt. An Silvester kam es gegen 19.30 Uhr zu einem ähnlichen Vorfall in Schwemlingen, als in der Dorfmitte durch Einwurf eines Böllers der Briefkasten eines Restaurants beschädigt wurde. Jetzt fahnden die Polizei Merzig, Tel. (06861) 7040, und Beckingen, Tel. (06835) 93 666. Um kurz nach drei Uhr in der Neujahrsnacht war die Polizei in einem Mettlacher Ortsteil im Einsatz. Grund: eine Körperverletzung an einem 15-jährigen Jungen. "Nach den bisherigen Ermittlungen ist ein 22-jähriger Mann verdächtig, dem 15-Jährigen mit dem beschuhten Fuß in die rechte Körperseite getreten und ihn verletzt zu haben", heißt es im Polizeibericht. Bei Kontrollen in der Neujahrsnacht gingen den Polizisten gegen 4.30 Uhr ein 21-jähriger Pkw-Fahrer in der Merziger Innenstadt ins Netz - nicht im Besitz eines Führerscheins, aber alkoholisiert am Steuer. Kurz nach fünf Uhr wurde ein 44-jähriger Fahrzeugführer in Merzig unter Alkoholeinfluss erwischt. Er muss mit einem Bußgeld und Fahrverbot rechnen. Und wegen eines Autoknackers mussten Polizisten in der Neujahrsnacht nach Brotdorf ausrücken. Aus dem Golf, der im Heisterweg geparkt war, hatten Unbekannte eine Saariva-Arbeitsmappe mit Inhalt entwendet. Hinweise nimmt die Polizei in Merzig, Telefon (06861) 70 40, entgegen. Streit drohte zu eskalierenAuch die Beamte der Polizei Wadern hatten in der Neujahrsnacht alle Hände voll zu tun. In Losheim ersuchte kurz nach Mitternacht eine Frau um die Hilfe der Polizei, weil sie angeblich von ihrem alkoholisierten Mann geschlagen worden war. Als die alarmierte Polizei an der Wohnadresse eintraf, machte jedoch keiner auf sich aufmerksam. Wie sich im Zuge der folgenden Nachforschungen herausstellte, hatte sich die Frau zwischenzeitlich mit ihren Kindern zum Bruder ihres Mannes geflüchtet, die Ermittlungen in dieser Sache dauern an. In Niederlosheim mussten die Beamten einen alkoholisierten jungen Mann zur Ordnung rufen, nachdem dieser eine bis zu diesem Zeitpunkt friedlich verlaufende Silvesterparty massiv störte und die Streitigkeiten zu eskalieren drohten, heißt es im Polizei-Bericht. Am frühen Neujahrsmorgen wurde die Polizei dann nochmals um Hilfe ersucht, als ein 20-jähriger Waderner in der Schillerstraße einen Mann mit einer Gaspistole bedroht haben soll. Wie die Polizei hierzu mitteilte, bestritt der Tatverdächtige zunächst diesen Vorwurf, händigte den Beamten aber kurze Zeit später eine Schreckschusspistole aus. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.Für die Löschbezirke im Kreis war es eine ruhige Silvesternacht: Die freiwilligen Helfer mussten in der Neujahrsnacht nicht ausrücken, um Brände zu löschen. Das teilte die Einsatzleitstelle in Saarbrücken auf Anfrage der SZ mit. Von einem "ruhigen Jahreswechsel" sprach auch der Rettungszweckverband. Neben einigen internistischen Notfällen seien die Sanitäter nur vier Mal Einsatz gewesen, um Erste Hilfe zu leisten und die Betroffenen ins Krankenhaus zu transportieren: In zwei Fällen wegen zu viel Alkohols, zwei Verletzte nach Stürzen wurden registriert.

Mehr von Saarbrücker Zeitung