Plätzchenverkauf zugunsten von Leukämiepatienten in Hüttersdorf Leukämiehilfe kommt aus dem Backofen

Büschfeld/Hüttersdorf · Mit Plätzchenbacken möchte Desiree Bernarding aus Büschfeld zum vierten Mal Geldspenden sammeln, um so die Hilfe für Menschen mit Leukämie zu unterstützen.

Vivienne Schleich und Desiree Bernarding bereiten ihre Benefizaktion vor.

Vivienne Schleich und Desiree Bernarding bereiten ihre Benefizaktion vor.

Foto: Desiree Bernarding​

Vorweihnachtszeit ist Stapelzeit – zumindest bei Desiree Bernarding aus Büschfeld. Kistenweise Weihnachtsplätzchen türmen sich bei ihr Zuhause. Denn die Saarländerin sammelt auch in diesem Jahr mit dem Verkauf selbst gemachter Leckereien Geldspenden für die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei. Von Freitag, 1. Dezember, bis Sonntag, 3. Dezember, stehen sie und ihre Helferinnen und Helfer dafür mit ihrem Stand auf dem Wei(h)nachtsmarkt in der Weinscheune Hüttersdorf. Am Samstag, 16. Dezember, gibt es zudem beim Obi-Baumarkt in Schmelz eine weitere Gelegenheit, Plätzchen zugunsten der Leukämiehilfe zu kaufen und sich gleich auch als Stammzellspender zu registrieren.

Bereits zum vierten Mal startet die 59-Jährige den Plätzchenverkauf. Ihr Herzensprojekt hält sie dabei ziemlich auf Trab. Dutzende Backbleche mit Weihnachtsgebäck hat sie bereits aus dem Ofen gezogen. Doch nicht alles kann sie selbst backen. Zum Glück hat sie reichlich Unterstützung: Ständig bringen Familie, Freunde, Nachbarn und Freiwillige eine neue Ladung Kekse vorbei oder Desiree Bernarding sammelt bei Rundfahrten kiloweise Plätzchen ein. „Alleine meine Mutter hat schon 15 Kilo Plätzchen gebacken und das mit 86 Jahren“, erzählt Bernarding. Neu und als Jüngste dabei ist die elfjährige Vivienne Schleich, die kräftig beim Verpacken hilft und auch beim Verkauf dabei sein möchte.

Fast 500 Tütchen sind bereits fertig. Fröhlich erzählt Bernarding: „Jedes Jahr haben wir uns übertroffen. Jedes Mal backen mehr Helfer mehr Plätzchen und am Ende hätten es doch noch mehr sein können. Ohne meine Helferinnen und besonders ohne meinen Mann, der mir vor allem beim Aufbau und beim Zimtwaffeln backen vor Ort hilft, könnte ich das alles gar nicht stemmen.“ Doch all die Mühe, um möglichst viele Geldspenden für die Stefan-Morsch-Stiftung zu sammeln, ist es ihr nach ihrem Kampf gegen Leukämie wert. Bei den vergangenen Aktionen hat die 59-Jährige bereits mehr als 5200 Euro für die Leukämiehilfe gesammelt: „Ohne die Stiftung und meinen Stammzellspender Florian gäbe es mich nicht mehr. Ich bin einfach dankbar. Ich bin noch hier, kann meine Enkel aufwachsen sehen, Zeit mit meinem Mann verbringen. Deshalb will ich nicht ruhen, bis jeder die Stiftung kennt.“

Vor fünf Jahren wurde bei der Wadernerin Leukämie festgestellt. Schnell stand fest, nur die Stammzellspende eines genetisch passenden Spenders oder einer Spenderin würde sie retten können. „Für mich war das wie ein Todesurteil“, erinnert sie sich. Doch sie hat Glück. In der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung wurde mit Florian Schwarz ihr Lebensretter gefunden. Mittlerweile kennen und treffen sie sich regelmäßig. „Florian ist für mich zu meinem Bruder geworden“, erklärt die dreifache Großmutter.

Mithilfe von Geldspenden leistet die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz im rheinland-pfälzischen Birkenfeld finanzielle Hilfe für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige, wenn diese durch die Erkrankung in Not geraten sind. „Wir möchten für Betroffene die Basis schaffen, dass sie sich auf die Behandlung konzentrieren können“, erklärt eine Sprecherin der Organisation. Darüber hinaus finanziert die gemeinnützige Einrichtung so die Registrierungskosten für neue, potenzielle Stammzellspender und -spenderinnen. Außerdem fördert sie Forschungsprojekte, die neue Erkenntnisse zur Heilung von Leukämien liefern sowie die Behandlungsmethoden für Patienten verbessern sollen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort