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Peruhilfe trifft sich am Sonntag zur Mitgliederversammlung

Kostenpflichtiger Inhalt: Wadern : Seit 40 Jahren helfen sie Menschen in Not

Werner Jung, Vorsitzender der Peruhilfe, gibt in der Mitgliederversammlung am Sonntag, 8. März, Auskunft über die Projekte.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Vereins Peruhilfe mit Sitz in Nonnweiler-Kastel stand das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Leoncio Prado im Armenviertel von Pamplona Alta, außerhalb der Hauptstadt Lima ohne Straßen, Wasser und Strom gelegen. Diese Partnerschaft hatte der deutsche Lehrer Horst Kiehn, der als Auslandslehrer an der Humboldtschule in Lima Deutsch unterrichtete, 1979 aus der Taufe gehoben. Der Bau einer Schule wurde geplant und mit Hilfe der Eltern erbaut. Im ersten Jahr konnten bereits zwei Klassenräume errichtet werden.

1982, als Kiehn wieder nach Deutschland wechselte, waren schon vier Räume dazugekommen. Heute gehen dort 2200 Kinder zur Schule, werden von rund 100 Lehrern betreut. Hierfür ist ein modernes Schulzentrum mit heutiger Technik, auch mit Werkräumen und Hallen entstanden. Das Geld hierzu wurde vornehmlich aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden gestiftet, betreut wurde das Projekt vom Lehrpersonal der dortigen Humboldtschule. Mit der Schule in Leoncio Prado war der Grundstein für die Peruhilfe gelegt, die 1986 gegründet wurde.

Horst Kiehn, jetzt Lehrer in Wadrill, wurde erster Vorsitzender, Werner Jung Kassierer und Schriftführer. Er übernahm 1994 das Amt des Vorsitzenden von Kiehn und führt die Peruhilfe seit 25 Jahren. Im Laufe der 40 Jahre sind weitere Projekte mit Hilfe zur Selbsthilfe hinzugekommen. Ein Beispiel ist das Straßenkinderprojekt Cima, wo ein Zentrum zur Integration von vernachlässigten Jugendlichen mit Sucht und Erziehungsproblemen geschaffen wurde. Diese werden mit dem Ziel aufgenommen, sie wieder in ihre Familien und in die Gesellschaft einzugliedern. Neben einer Schulbildung können die Jugendlichen in vielen unterschiedlichen Berufen ausgebildet werden.

Daneben gibt es eine Behindertenschule in Mariana Carrigan, auch in Pallpata wurde ein Projekt gestartet, in dem neben Schule und Kindergärten auch die im Hochland von Peru lebenden Bauern und Landwirte eine fachliche Ausbildung im Anbau und in der Verwertung ihrer Produkte erhalten. In der Bischofsstadt Sicuani unterhält dank der Peruhilfe Pater Luciano ebenfalls eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche.

Über all diese Projekte wird Werner Jung, der Vorsitzende der Peruhilfe, an diesem Sonntag, 8. März, in der Mitgliederversammlung Rede und Antwort stehen und berichten, was er alles anlässlich seines jüngsten Besuches im Oktober 2019 mit weiteren Vereinsmitgliedern dort erlebt hat. „Ich wurde wieder einmal herzlich empfangen. Das Jubiläum 40 Jahre Leoncio Prado wurde mit vielen Kindern, Eltern, Lehrern und Gästen ordentlich gefeiert. Sie alle haben sich bei dem großen Unterhaltungsprogramm große Mühe gegeben und sehr viel Arbeit gemacht, das gute Verhältnis zwischen Deutschland und Peru hervorzuheben beziehungsweise in ihren eigenen Malerarbeiten, Berichten und Fotos die Farben der jeweiligen Länder vielfach zu dokumentieren“, blickt Jung gerne zurück.

Er wird wohl mit viel Stolz ein zufriedenstellendes Jahresresümee ziehen und den rund 100 Mitgliedern vermitteln können. Umso mehr sei es wichtig, weiterhin für die Aktion Peruhilfe die Werbetrommel zu rühren, denn sie finanziert sich überwiegend aus Spenden von Mitgliedern und Privatpersonen, die anlässlich von runden Geburtstagen oder Jubiläen Geldgeschenke für die Peruhilfe erbitten. Auch Schulen, hier ist die Aktion Tulpen für Brot eine große Hilfe, Basare oder Patenschaften sorgen für Unterstützung. „Im vergangenen Jahr konnten 125 000 Euro nach Peru überwiesen und entsprechend unserer Peruhilfe eingesetzt werden“, versicherte Jung.

Sein Dank gilt allen Mitgliedern, die zielbewusst und mit großem Engagement Zeit, Ideen, Arbeitswillen und die Kraft aufgebracht haben, damit eine erfolgreiche Vereinsarbeit geleistet werden konnte.

Kontakt: Aktion Peruhilfe, Werner Jung, Eichenweg 8, 66620 Nonnweiler-Kastel; Telefon +49 6873 527 oder E-Mail peruhilfe@t-online.de und www.aktionperuhilfe.de; Bankverbindung: Kreissparkasse St. Wendel, IBAN: DE23 5325 1020 0000 0456 66, BIC: SALADE51WND; Volksbank St. Wendel; IBAN DE25 5929 1000 0033 0134 00; BIC: GENODE51WEN.