Ortsvorsteher spendet Geburtstagsgeschenke

Ortsvorsteher spendet Geburtstagsgeschenke

Einen Teil der Geldgeschenke zu seinem 50. verwendete der Steinberger Ortsvorsteher Christoph Trampert dafür, in einen tragbaren Wasseraufbereiter zu investieren. Das Ehepaar Koscheny von der Hilfsorganisation „One Euro School“ bringt das Gerät vor Ort.

Tolle Geste von Christoph Trampert. Der Steinberger Ortsvorsteher feierte im vergangenen November seinen 50. Geburtstag. Seiner Einladung in die Eichenlaubhalle, um dort mit ihm den runden Ehrentag zu feiern, waren mehr als 300 Gäste gefolgt.

Geldgeschenke hatte er sich gewünscht, wovon er die Hälfte für die Aktion "Sauberes Wasser für Äthopien - Steinberg hilft" verwenden wollte. Dieser Tage überreichte Trampert an das Steinberger Ehepaar Carmen und Stefan Koscheny den stattlichen Betrag von 2710 Euro für die weitere Anschaffung von Paul. Angesichts dieser Summe spricht Trampert von einem Betrag, den er so nie für möglich gehalten habe und dankt nochmals seinen Gästen, die für dieses ausgezeichnete Ergebnis gesorgt haben.

Aber wer oder was ist Paul? Paul (Portable Aqua Unit for Lifesaving, frei übersetzt: ein tragbares Gerät zur Wasseraufbereitung zur humanitären Hilfe) ist ein Fremdenergie unabhängiger Wasserfilter, welcher auf dem Membranfilter-Prinzip aufbaut und somit auch gänzlich ohne chemische Zusätze auskommt. Somit kann Paul überall und unabhängig von jeglicher Infrastruktur aufgestellt werden. Das einzige, was gebraucht wird, ist Wasser zum Reinigen. Bei kontinuierlichem Betrieb kann er 1200 Liter pro Tag filtern, wobei 99,97 Prozent aller Viren und Bakterien herausgefiltert werden. Das ist beispielsweise wesentlich besser als Badewasserqualität. Ein derartiges Gerät kostet rund 1000 Euro. Voll des Lobes über dieses tolle Geschenk ist das Ehepaar Koscheny, das sich in der Hilfsorganisation "One Euro School" ehrenamtlich engagiert. "Hiermit möchten wir uns bei Christoph ganz herzlich für seine große Spende bedanken. Wir werden die mit der Spende erstandenen Paul-Wasserfilter persönlich nach Äthiopien bringen und sie dort in einem Armenviertel in Addis Abeba sowie in einem abgelegenen Bergdorf im Süden des Landes aufstellen und in Betrieb nehmen." Mit der anderen Hälfte des Erlöses, verriet Trampert, geht es im Juni/Juli diesen Jahres mit Ehefrau Manuela auf Kreuzfahrt Richtung Nordkap. Schiff ahoi.