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Ongania: bei der Realisierung der Klinik alle Optionen offen lassen

Stellungnahme von Eric Ongania : SPD Wadern ist weiter für eine Nordsaarlandklinik

Eric Ongania, Chef des SPD-Stadtverbandes Wadern, hat die Kritik von CDU-Stadtverbandschef Michael Leibig als unangemessen und verfehlt zurückgewiesen. Leibig hatte den Vorschlag der SPD-Landtagsfraktion, dass die Landkreise Merzig-Wadern und St. Wendel eine Klinik bauen und auch betreiben sollen, als unrealistisch bezeichnet.

Die Umsetzung dieses Vorstoßes wird nach seinen Worten die Kommunen in den Kreisen finanziell überfordern.

Das sieht Ongania anders. Man müsse jetzt abwarten, welches Ergebnis das Sozialministerium am Ende des Monats nach dem Interessenbekundungsverfahren präsentiere, kontert er. „Wir hoffen, dass die Erwartungen nicht enttäuscht werden“, sagt er, und weiter: „Parteienstreit ist gerade in diesen Tagen nicht hilfreich.“

Derzeit sei es klug, sich für die Realisierung auch die Option offen zu lassen, die Landkreise einzubinden. Es gehe darum, so der Stadtverbandsvorsitzende, weitere Optionen zu prüfen und möglicherweise eine saarländische Lösung für die Menschen im Nordsaarland zu erreichen. Eine Lösung für das Nordsaarland und insbesondere für die Menschen im Hochwaldraum werde durch den Wegfall des Krankenhausstandortes Lebach umso nötiger und letzten Endes unumgänglich.

Der Bürgerinitiative (BI) Nordsaarlandklinik ist nach Onganias Ansicht ein großes Lob auszusprechen, da diese nie müde wurde, das Thema sachlich und mit hoher fachlicher Kompetenz zu begleiten. Deshalb fordert er, weiterhin konstruktiv und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Entscheidend sei nach seinen Worten, dass sich die Krankenhauslandschaft im Saarland nicht an Rendite-Erwartungen privater Betreiber ausrichtet, sondern an der vorhanden Versorgungssituation. Darüber lohne sich eine offene und sachliche Debatte.