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Neues Prinzenpaar mag es traditionell

 Freuten sich über ihren Sieg: Karen Elisabeth I. und Christian-Silvester I. Foto: A. Lang
Freuten sich über ihren Sieg: Karen Elisabeth I. und Christian-Silvester I. Foto: A. Lang FOTO: A. Lang
Wadern. Ohne besondere Vorbereitung hat es das Saarwellinger Prinzenpaar an die Spitze geschafft. Es konnte vor allem das Publikum überzeugen – das die entscheidende Stimme abgab. Andreas Lang

Die Sonne über dem Hochwald hat gerade zur rechten Zeit die winterliche Tristesse durchbrochen. Sie grüßte die aus dem ganzen Saarland anreisenden 35 karnevalistischen Prinzenpaare gestern in Wadern mit hellen Strahlen. Seine Tollität Christian-Silvester I. und ihre Lieblichkeit Karen Elisabeth I. regieren seit gestern nicht nur bei ihrem Rot-Weißen Funken in Saarwellingen. Jury und anwesende Vereine wählten sie in der Herbert-Klein-Halle in Wadern zum saarländischen Prinzenpaar des Jahres. Ihre Vorgänger im Amt, Stefan II und Conny I. von der Karnevalsgesellschaft Nonnweiler übergaben ihnen beim Prinzenfrühstück, das der VSK (Verband Saarländischer Karnevalsvereine) zum 31. Mal sein veranstaltet hat, den Siegerpokal. Ihr Tipp für die Amtszeit: "Immer natürlich sein, man selber bleiben - damit sind wir gut gefahren." Die Reise des neuen Prinzenpaares führt die beiden Karnevalisten nach Berlin, wo sie Ende des Monats Kanzlerin Angela Merkel treffen.


Besonders vorbereitet haben sich die Sieger nicht: "Gut, die Rede war ja Hausaufgabe, aber auf die Saarland-Fragen kann man sich ja nicht genau vorbereiten - und die waren sehr knifflig", sagt er. In Sachen Kleidung wollten sie hauptsächlich die Vereinsfarben Rot und Weiß hervorheben: "Und etwas Tradition, nicht so modern." In der Halle, wo die Karnevalsgesellschaft 1897 Wadern die Kür für den VSK ausgerichtet hat, wusste das neue Prinzenpaar von Anfang an zu gefallen. Früher war es für die Zuschauer kaum nachzuvollziehen, wie die Entscheidung der Jury zustande kam. Dieses Mal durften sie wieder mitbestimmen. Jeder anwesende und dem VSK angeschlossene Verein durfte drei Punkte an ein Paar seiner Wahl vergeben. Zum Finale konnten mehr als 400 Zuschauer auf der Leinwand verfolgen, wie sich die Saal-Wertungen auf das Ergebnis auswirkten. Und auf die Publikumswertung kam es an.

Moderator Bernd Mühlen und VSK-Präsident Hans-Werner Strauß stellten fest: "In dieser dritten Wertungsebene sind die beiden an Platz zwei und drei vorbei gezogen." Diese Plätze belegten Benjamin I und Alexandra I vom CVL Lebach und Sascha I. und Stephanie I. von der HKG Heusweiler.